Auf dem European Game Showcase in San Francisco verwandelte mich das Schweizer Mixed-Reality-Startup Imverse in Bits und Bytes. Es war das eindrucksvollste Erlebnis, das ich seit langem in der Virtual Reality hatte.

Wer sich eine VR-Brille aufsetzt, für den verschwindet die äußere Welt samt eigenem Körper: Die Beine, der Rumpf, die Arme sind nicht mehr zu sehen oder werden durch einen computergenerierten Phantomkörper ersetzt, der dem echten nur annähernd gleicht. Das Genfer Startup Imverse schließt diese Lücke zwischen dem realen und digitalen Leib, indem es VR-Nutzer mit Tiefenkameras filmt und als Voxelwolke in die Virtual Reality überträgt.

Die Technologie wurde Anfang des Jahres auf dem Sundance Film Festival präsentiert. In San Francisco konnte ich sie selbst ausprobieren und war verblüfft ob der Wirkung: Zum ersten Mal konnte ich in der Virtual Reality an mir herabsehen und meinen eigenen Körper erkennen. Ein faszinierendes Erlebnis.

Physisch und digital zugleich

Mein aus Bits und Bytes bestehendes Abbild war keine exakte Kopie meiner selbst, sondern ein instabiles Gewölk aus abertausenden tanzenden Voxeln – was die Erfahrung umso reizvoller machte. Ich fühlte mich wie ein Mischwesen, das zur einen Hälfte physisch, zur anderen digital existiert. Wer den Film “Der Rasenmähermann” aus den 90er-Jahren gesehen hat, der hat eine Vorstellung von der Avatar-Verkörperung, die ich fühlte.

Das Standard-Setup besteht aus mehreren im Kreis angeordneten Kinect-Kameras. Für die EGS-Demo nutzte das Startup nur ein frontal ausgerichtetes Gerät, sodass die Rückseite meines Körpers nicht vollständig aufgezeichnet und in die Virtual Reality übertragen wurde. Das störte allerdings nicht, da ich mich ohnehin nicht von hinten sehen konnte.

Die Reichweite der Einzelkamera ist recht groß: Alles, was …

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