VRgineers stellt realistischen Mixed-Reality-Flugsimulator vor

VRgineers stellt realistischen Mixed-Reality-Flugsimulator vor

Die tschechische B2B-VR-Firma Vrgineers stellt einen neue VR-Flugsimulator für die militärische Pilotenausbildung vor.

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Für die neue Trainings-Hardware kooperiert Vrgineers mit dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin. Der tschechische VR-Brillenhersteller steuert seine VR-Brille XTAL 3 bei und stimmt sie auf die Simulationsplattform „Prepare 3D Version 5“ von Lockheed Martin ab.

Realistische Haptik per XR-Durchblick

Die Besonderheit dieses Setups ist die Kombination aus virtuellem Flug mit realistischem Cockpit-Handling. Pilot:innen im Training sehen in der VR-Brille die virtuelle Flugumgebung und das Innere ihres Flugzeuges. Die XTAL-Brille bietet 4K-Auflösung pro Auge, ein weites Sichtfeld von 180 Grad und integriertes Eye-Tracking.

Gleichzeitig können Pilot:innen durch in die VR-Brille integrierten Kameras das physische Cockpit des Simulators mit den eigenen Händen bedienen. Die Bedienung soll so genau sein, dass Pilot:innen sogar ihr Muskelgedächtnis trainieren können. Die Prepare-Plattform unterstützt hydraulische Bewegungen, die das virtuelle Fluggefühl unterstützen.

„Das Fliegen mit dem XTAL in einer hydraulischen Full-Motion-Simulation und das Einrollen in einen Tiefflug fühlte sich buchstäblich so an, als ob ich wieder im Cockpit säße, mit erhöhter Herzfrequenz und 100-prozentiger Konzentration auf die Vermeidung von Bedrohungen und die Zielerfassung – unglaublich“, sagt Bryant Church, U.S. Navy Aviator.

Die Plattform ist für die Kampfjets F-15, F-16 und F-35 optimiert und soll Unterstützung für weitere Flugzeuge erhalten. Mehrere Simulatoren können zusammengeschlossen werden für das Training gemeinsamer Luftmanöver. Laut Vrgineers laufen von der U.S. Air Force und der U.S. Navy finanzierte Forschungsprojekte für die Weiterentwicklung der Simulationstechnologie in Kombination mit einer Xtal-Brille.

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Video-XR auf dem Vormarsch

Laut Marek Polčák, CEO von Vrgineers, ist die Mixed-Reality-Simulationsstation günstiger als große Rundum-Bildschirm-Simulatoren, wie sie für gewöhnlich beim Pilotentraining eingesetzt werden, und verbraucht weniger Platz. Er geht davon aus, dass in Folge dieser Verbesserungen die Trainingszeit in Simulatoren zunehmen wird.

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Der Flugsimulator ist ein weiteres Beispiel für den Vormarsch von Video-Mixed-Reality in den letzten Jahren. Auch andere VR-Firmen wie Varjo bieten XR-Geräte und -Funktionen an, allerdings als hochpreisige Güter für die Industrie.

Es ist absehbar, dass diese Form der Mixed Reality auch im Privatgebrauch ankommt. Meta deutet das bei Horizon Workrooms mit Quest 2 bereits an – hier wird der reale Schreibtisch samt Maus und Tastatur zur virtuellen Arbeitsfläche. Die kommende Cambria-Brille dürfte die Technik weiter verbessern, Apples für Ende des Jahres vermutete XR-Brille ebenso.