Das US-Unternehmen Strivr verkauft erfolgreich Analyse- und Trainingssoftware für professionelle Sportler und VR-Schulungen an Großunternehmen. Nun konnte Strivr seinen bislang größten Investitionsdeal an Land ziehen.

Strivr begann als Projekt des Stanforder Virtual Human Interaction Lab (VHIL) und wurde 2015 von den ehemaligen Footballspielern Derek Belch und Trent Edwards sowie dem Leiter des Forschungslabors Jeremy Bailenson gegründet.

Belch entwickelte am VHIL ein VR-Training, das schon bald von Teams der NFL eingesetzt wurde. Später kamen Software für Baseball- und Eishockeyspieler sowie VR-Schulungen hinzu. Zu Strivrs B2B-Kunden gehören unter anderem Verizon, BMW, Jetblue, Fidelity und FieldCore.

Den bislang größten Auftrag erhielt Strivr von Walmart. Der US-Einzelhandelskonzern bestellte 2018 17.000 Oculus-Go-Brillen mit Strivrs Lernsoftware, um Angestellte zu schulen.

Strivr will insgesamt 22.000 Oculus-Brillen verkauft haben. Die VR-Schulungen des Unternehmens wurden über alle Geräte hinweg insgesamt 1,6 Millionen Mal durchgeführt, verrät Belch gegenüber Techcrunch.

Das Gebot der Sparsamkeit

Für die Serie-B-Investionsrunde habe Strivr mehrere Dutzend Firmen angefragt. Das Feedback sei zwar positiv gewesen, es hätte jedoch auch Skeptiker gegeben. “Jeder weiß, dass Virtual Reality langsamer als erwartet wächst und dass die Entwicklung schwierig vorauszusagen ist”, sagt Belch. “Investoren wollen wissen, wie greifbar der Markt ist und was das Ziel ist.”

Die Mühe hat sich gelohnt: Strivr sicherte sich eine Investition über 30 Millionen US-Dollar, angeführt von der kanadischen Investmentfirma Georgian Partners. Strivr konnte damit bis dato 51 Millionen US-Dollar einsammeln.

Belch will im Hinblick auf den schwierigen VR-Markt vorsichtig mit dem Risikokapital umgehen: “Dreißig Millionen halten nicht lange, wenn du dich dumm anstellst.”

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