VR für Linux spielt noch keine große Rolle, auch weil die Integration der VR-Brillen in das Open-Source-Betriebssystem noch nicht optimal gelöst ist. Ein neues Projekt soll das ändern.

Bislang konnten Linux-Nutzer lediglich den 2D-Desktop in der VR-Brille betrachten. Schlimmer noch: Damit der Desktop nicht permanent ins Sichtfeld gespiegelt wurde, musste er mit zusätzlicher Software ausgeblendet werden.

Valve unterstützt die Linux-Entwickler Collabora bei dem Versuch, den Linux-Desktop für VR- und AR-Brillen darzustellen. Mit der Software XRDesktop werden traditionelle Linux-Desktops wie Gnome und KDE ins XR-gerechte 3D-Format portiert. Bedient werden kann der Desktop mit 3D-VR-Controllern.

Als VR-Schnittstellen kommen Valves OpenVR und der neue Open-Source-Standard OpenXR zum Einsatz. Gerendert wird mit der Vulkan-Schnittstelle, ein entsprechender Linux-Treiber ist also Voraussetzung.

XRDesktop ist Open Source und hier bei Gitlab einsehbar. Die Installationsanleitung steht hier. Technische Details zur Umsetzung stehen im Blog von Collabora.

Valve startete schon im vergangenen September eine Aktion, um mehr Steam-Apps unter Linux laufen zu lassen, darunter auch VR-Spiele.

Quelle & Titelbild: Collabora

Weiterlesen zum Thema:


MIXEDCAST #160: Ubsioft-VR, Kuro AR-Brille und Deepfake-App Zao | Alle Folgen


Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.