Der chinesische VR-Brillenhersteller Pimax macht die eigene Hard- und Software Open Source und so für jedermann modifizierbar.

Der YouTuber Martin Lammi (Sweviver) macht den Strategiewechsel in seinem Kanal bekannt: Pimax biete die eigene Hard- und Software “ab sofort vollständig als Open Source” an.

Lammi hat diese Information aus erster Hand: Er ist seit einigen Tagen offiziell Pimax Community-Manager für Europa. Den Vertrag für seinen neuen Job unterschrieb er laut eigenen Angaben bereits vor einigen Wochen, sprach allerdings erst jetzt darüber.

Die Open-Source-Umstellung betrifft laut Lammi sowohl die VR-Brille als auch das angekündigte Zubehör. “Talentierte Entwickler” könnten außerdem komplett neue Software für den Betrieb der Pimax-Hardware schreiben. Eine detaillierte Bekanntgabe seitens des Unternehmens steht noch aus.

Lagert Pimax Arbeit an die Community aus?

Der Strategiewechsel könnte damit zusammenhängen, dass Pimax seit der Ankündigung der VR-Brillen 5K und 8K Ende 2017 Probleme hat, der eigenen Zeitplanung gerecht zu werden: Die VR-Brillen erschienen fast ein Jahr später als angekündigt.

Zubehör wie eine Eye-Tracking-Erweiterung, ein Geruchssimulator oder bessere VR-Controller sind Kickstarter-Unterstützern zwar seit mehr als anderthalb Jahren fix versprochen, aber die Veröffentlichung ist nicht in Sicht.

Viel Zeit verwendete das Unternehmen darauf, die VR-Brille überhaupt lauffähig und die Software einigermaßen nutzerfreundlich und funktionstüchtig zu machen.

Mit Open Source könnte zumindest die Fehlersuche und die Entwicklung der Betriebssoftware signifikant beschleunigt werden und so bei Pimax Ressourcen freisetzen für andere Aufgaben.

Außerdem bekommt Pimax mit Valve Index bald ausgereifte Highend-Konkurrenz am PC-VR-Markt: Eine Neupositionierung als “Community-Brille” für Bastler könnte der Versuch sein, eine weitere Nische zu erschließen.

Quelle: SweViver (YouTube-Kanal), Titelbild: Pimax

Weiterlesen über Pimax:


MIXED-Podcast #165: Die Zukunft von Oculus | Alle Folgen


Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.