Update vom 12. Januar 2019:

Der Tech-YouTuber Linus, der die Pimax 8K-Brille Ende 2017 noch kräftig kritisierte, äußert sich ebenfalls positiv über das 5K+-Modell.

Das Display schmiere bei starken Kontrasten weniger als die Vive-Brille, der Fliegengitter-Effekt sei deutlich besser und die Verzerrungen am Sichtfeldrand signifikant reduziert und akzeptabel.

Beim 8K-Modell stört sich der YouTuber am starken Upscaling sowie an der im Vergleich zum 5K-Modell (90 Hz) geringeren Bildwiederholrate über 80 Hz.

Ursprünglicher Artikel vom 10. Januar 2019:

Pimax 8K & 5K+: Presse lobt Fortschritte bei der Entwicklung

Der chinesische VR-Brillenhersteller Pimax konnte bei den eigenen VR-Brillen mit extra weitem Sichtfeld im vergangenen Jahr große technische Fortschritte erzielen. Das zeigen Berichte von der CES 2019.

Gab es zu früheren Prototypen der Pimax-Brillen noch teils harsche und grundlegende Kritik, fallen die Reaktionen in diesem Jahr positiv aus.

So berichtet Road to VR von einem rundum verbesserten VR-Erlebnis, bei dem beinahe alle Kritikpunkte aus dem Vorjahr beseitigt wurden.

Bildfehler seien nicht mehr zu sehen und die Verzerrungen an den Seitenrändern weitgehend beseitigt. Die meisten Leute könnten sich wahrscheinlich daran gewöhnen, heißt es. Auf der etwas engeren Sichtfeldeinstellung seien die Verzerrungen sogar beinahe ganz verschwunden.

Die IPD-Einstellung funktioniere jetzt ebenfalls korrekt, außerdem laufe das Tracking nun flüssig. Die 5K+-Brille soll hier im Vorteil sein – der Reporter berichtet von einer leichten Verzögerung beim 8K-Modell. Diese soll gering ausfallen, aber für erfahrene Nutzer spürbar sein und könne sich bei längerer Nutzung womöglich auf den Komfort auswirken.

Der Fliegengitter-Effekt sei entgegen Pimax’ Behauptungen allerdings nicht beseitigt. Zwar sei er weniger sichtbar als bei Oculus Rift oder HTC Vive, aber “nicht mal ansatzweise” unsichtbar.

Kritisch sieht der Redakteur die labile Kopfhalterung ohne Kopfhörer. Pimax bietet eine stabilere Alternative an, die wurde auf der CES 2019 allerdings nicht demonstriert. Aktuell werden die Brillen mit dem einfachen Kopfband ausgeliefert.

“Beeindruckend breites Sichtfeld”

VR-Spezialist Jan-Keno Janssen von heise ist ebenfalls angetan von Pimax’ CES-Präsentation. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich “erstaunlich viel” getan: Das Tracking laufe bei der 5K-Version nun flüssig, die Schlierenbildung der Prototypen sei auch bei schnellen Bewegungen nicht mehr auszumachen und der Fliegengitter-Effekt falle “sehr gering” aus.

Die LCD-Version der 5K-Brille zeige im Vergleich zur OLED-Variante ein gräuliches Schwarz, aber dennoch ein insgesamt “angenehmes Bild”. Verzerrungen seien im peripheren Sichtfeld insbesondere bei Kopfbewegungen noch sichtbar, aber im Vergleich zu früheren Prototypen deutlich reduziert. Das Sichtfeld bezeichnet Janssen als “beeindruckend breit”.

Auch UploadVR berichtet positiv über das 8K-Modell: Der VR-Hit Beat Saber soll mit dem extra weiten Sichtfeld besonders eindrucksvoll wirken. Blöcke konnten im peripheren Sichtfeld noch akkurat zerteilt werden, ohne aktiv den Kopf in ihre Richtung zu drehen.

Der Autor bestätigt ebenfalls, dass die Verzögerungen und Ruckler aus dem vergangenen Jahr beseitigt sind. Der Fliegengitter-Effekt sei beim hellen und bunten Beat Saber im 8K-Modell nicht aufgefallen. Er erwähnt ebenfalls einen Verzerreffekt an den Rändern bei maximaler Sichtfeldweite.

Pimax liefert die Brillen derzeit an Kickstarter-Unterstützer aus. Vorbesteller sollen ab dem 15. Februar beliefert werden, ab dem 15. März startet dann der reguläre Verkauf. Die Preise beginnen ab 620 Euro vor Steuern und Versand. Hinzu kommen Kosten in Höhe von mehreren hundert Euro für Tracking und Controller, falls noch kein Vive-System im Haus ist.

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