Panasonics VR-Brille sorgte auf der CES 2020 für Aufsehen. Offenbar gibt es dafür schon eine Vermarktungsstrategie.

Auf der CES 2020, noch vor den Corona-Einschränkungen, zeigte Panasonic eine VR-Brille im Steampunk-Look. Anders als herkömmliche VR-Brillen, die ein ziemlich großes und schweres Visier aufweisen, sieht die Panasonic-Brille vom Formfaktor her schon eher wie eine Brille aus.

Allerdings gab es bislang noch keine weiteren Informationen darüber, wann und wie die schmale VR-Brille (Vergleich) auf den Markt kommen könnte. Solche Prototypen brauchen nach der ersten Vorstellung oft noch geraume Zeit oder werden nicht selten erstmal für die Suche nach Partnern und Investoren verwendet.

Panasonics VR-Brille für 2021 geplant

Offenbar hat Panasonic aber schon handfeste Pläne für die Vermarktung, wie Michiko Ogawa, CTO bei Panasonic, anlässlich eines Media Briefings von Chiphersteller Qualcomm bekanntgab. Demnach soll die ultraleichte und mit besonders hochauflösenden Displays ausgestattete VR-Brille schon 2021 auf den Markt kommen.

Panasonics VR-Brille mit Blick auf die Linsen
Superschmaler Formfaktor: Diese VR-Brille von Panasonic soll UHD-Bilder mit HDR liefern. BILD: Panasonic

Panasonic setzt dabei vor allem auf den 5G-Standard. In Verbindung mit der neuen Qualcomm-Initiative „XR Optimized Certification Program“ sollen 5G-fähige Smartphones für besonders schnelle Datenübertragung sorgen. Das Smartphone wird wahrscheinlich mit einem USB-Kabel mit der VR-Brille verbunden.

Allerdings steht der Ausbau des 5G-Netzes noch am Anfang und nur topaktuelle Smartphones unterstützen den neuen Standard. Bis nächstes Jahr dürfte sich hier aber noch einiges tun. Das Kabel zwischen VR-Brille und Smartphone entfällt später auch noch: Die WiFi 6E – Netzwerktechnologie soll dafür zum Einsatz kommen.

Reiner Media Viewer mit 3DOF

Panasonics VR-Brille soll Displays von Kopin bekommen. Der Displayhersteller hatte schon vor zwei Jahren Microdisplays mit einer Auflösung von 2.048 × 2.048 und eine Bildrate von 120 Hz gezeigt. Ein ähnliches oder weiterentwickeltes Display wird wohl auch in der VR-Brille von Panasonic zu finden sein. Darüber hinaus soll das Display eine hohe Pixeldichte aufweisen.  

Panasonics VR-Brille von vorn, sieht aus wie eine Schwimmbrille
Sieht cool aus, ist aber für Brillenträger ungeeignet: die VR-Brille vom Panasonic. BILD: Panasonic

Sie wird wohl vor allem für Medienbetrachtung gedacht sein, etwa 360°-Videos, Sport- und Musikevents sowie virtuelle Rundgänge. Ob sich auch VR-Filme damit bequem und ohne Probleme ansehen lassen, ist offen.

Der Prototyp auf der CES im Januar 2020 war zudem eine 3DOF-Brille, erfasste also nur Kopfdrehungen. Bewegungen in den Raum hinein (6DOF) konnte das Gerät nicht umsetzen.

Über die Bedienung, etwa mittels Controller, ist ebenfalls noch nichts bekannt. Auch dürfte die VR-Brille für Brillenträger nicht geeignet sein. Hier müsste die Installation von Korrekturlinsen möglich sein, aber auch dazu gibt es noch keine Informationen.

Quelle: Qualcomm

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