Das US-Unternehmen Kopin arbeitet an einer neuen Displaytechnologie, die für Virtual-Reality-Brillen maßgeschneidert ist.

Vor ein paar Tagen äußerte Valve-CEO Gabe Newell bei einem Pressegespräch, dass Displaytechnologien für Virtual Reality einen großen Sprung machen könnten, sobald sie für die VR-Brille maßgeschneidert werden, anstatt nur ein Abkömmling der Smartphone-Panels zu sein. Den Marktstart solcher neuen Displays prognostizierte er für 2018 oder 2019.

Vielleicht hatte er ja das Unternehmen Kopin im Kopf, das an OLED-Microdisplays arbeitet, die die grundlegenden Probleme der aktuellen VR-Panels beheben könnten. Sie sind mit einer Größe von rund sechs Quadratzentimeter kleiner und leichter als die derzeit verwendeten OLED-Panels und könnten so in schlankere Gehäuse integriert werden. Der Prototyp ist direkt auf einer Platine angebracht.

Die Auflösung des vollwertigen RGB-Displays liegt bei 2.048 x 2.048 Pixeln bei einer Bildwiederholrate von 120 Hz. Laut Kopin soll die Pixeldichte aufgrund der geringen Größe des Displays bei fast 3.000 PPI liegen.

Der Fliegengittereffekt, bei dem durch die Vergrößerung der Linsen der VR-Brille die Pixelstruktur des Displays sichtbar wird, soll nicht mehr auftreten. Die Latenz des Displays liegt laut Kopin bei nur zehn Mikrosekunden. Das Unternehmen arbeitet außerdem an Linsen und einem optischen System, das trotz der geringen physischen Größe des Displays ein weites Sichtfeld ermöglicht.

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