Update vom 17. März 2019:

HTC bestätigt auf Nachfrage, dass in Vive Focus Plus neue Linsen verarbeitet werden. Diese sollen für eine “sichtbar bessere Grafik” sorgen. Details zur Veröffentlichung und zum Preis von Vive Focus Plus wird es Ende März auf der Vive-Ökosystem-Konferenz geben.

Update vom 25. Februar 2019:

HTC bestätigt auf Nachfrage, dass die VR-Controller für Vive Focus Plus ausschließlich mit dem Plus-Modell kompatibel sind.

Ursprünglicher Artikel vom 21. Februar 2019:

Vive Focus bekommt ein Plus verpasst. Das steht in erster Linie für zwei neue VR-Controller, die wie bei der PC-Brille Vive Pro Bewegungen in alle Richtungen unterstützen.

Vorgestellt wurden die VR-Controller erstmals Ende Oktober 2018, seit November ist ein Entwicklerkit unterwegs, das gut funktionieren soll: Wie die Vive-Stäbe oder Oculus Touch können die Focus-Controller frei im Raum geführt werden. Sie unterstützen Bewegungen und Drehungen in alle Richtungen und in die Tiefe des Raumes. Damit bekommt Vive Focus das fehlende Puzzleteil, das bislang für vollwertige VR-Erlebnisse noch fehlte: virtuelle Hände.

Die beiden Controller funktionieren mittels Ultraschall-Technologie. Die Entwicklerversion der Controller kam daher mit einer Frontplatte, die an Vive Focus angebracht werden musste. Vive Focus Plus hat diese Platte im Gehäuse integriert und ist so ab Werk mit den neuen Controllern kompatibel. Derzeit ist nichts bekannt über ein Nachrüstkit für bereits verkaufte Focus-Brillen. Ich habe bei HTC nachgefragt.

Die originale Focus-Brille erschien Anfang 2018 in China und kam im November 2018 in weiteren Ländern auf den Markt, darunter Deutschland. Das Innenleben der beiden Brillen ist – abseits der Controller-Unterstützung – identisch. Gegenüber dem Originalmodell wurde laut HTC der Tragekomfort verbessert.

Die beiden Ultraschall-Controller sind neu bei Focus Plus. Bild: HTC

Die beiden Ultraschall-Controller sind neu bei Focus Plus. Bild: HTC

Läuft mit Viveport, dennoch für Geschäftskunden

Obwohl Vive Focus Plus technisch theoretisch auf Augenhöhe mit Oculus Quest ist, wird HTC nicht in unmittelbare Konkurrenz treten mit Facebooks kommender Gamer-Brille. Zielgruppe sind weiter Geschäftskunden, die laut HTC in Europa eine Unternehmenslizenz samt entsprechender Garantie ohne Zusatzkosten erhalten.

Focus Plus bietet Funktionen wie Kiosk-Modus, Blickauswahl und Gerätemanagement-Tools, um mehrere Geräte gleichzeitig aus der Ferne zu registrieren, zu überwachen und zu verwalten.

Die VR-Brille unterstützt Viveport Infinitiy, HTCs neues Abo-Angebot für VR-Apps, das ab dem 5. April startet. Details zur App-Auswahl speziell für Vive Focus sind noch nicht bekannt. Die Portierung vorhandener PC-VR-Apps soll mit einer eigenen Programmierschnittstelle vereinfacht werden.

Der Verkauf von Vive Focus startet ab dem zweiten Quartal 2019 über die Webseite in 25 Ländern. 19 Sprachen werden ab Start unterstützt. Der Preis ist noch nicht bekannt. Die Originalbrille ohne Controller liegt bei 600 US-Dollar – die neue Version dürfte nicht günstiger werden.

Auf dem Mobile World Congress 2019 kommende Woche will HTC Focus Plus unter anderem mit VR-Anwendungen für Training und Arbeitssicherheit vorführen.

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