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Vive Flow ist HTCs Oculus Go-Versuch – erstes Video

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  • Video ergänzt

Update:

HTC Vive zeigt in einem kurzen Teaser-Video bei Twitter erste Bildausschnitte der Flow-Brille. Zu erkennen ist unter anderem, dass HTC erstmals auf Stoffmaterialien setzt statt auf reines Plastik. Auf den Tragekomfort wirkt sich das zwar nicht aus, allerdings könnte Flow so beim Design punkten.

Ursprünglicher Artikel vom 12. Oktober:

Ein Leak zu Vive Flow verrät erste Details zu HTCs neuer VR-Brille, die an Facebooks VR-Videobrille Oculus Go erinnert – allerdings mit Raumtracking.

Seit Wochen deutet HTC eine neue Tech-Brille bei Twitter an, am kommenden Donnerstag wird sie enthüllt. Vorab verrät die Tech-Webseite Protocol einige Details zum neuen Gerät: Es wird erneut eine VR-Brille, aber deutlich anders als bisherige HTC-Brillen.

Wie Oculus Go mit Raumtracking: Schlanke VR-Brille für Medien und Casual-Gaming

Vive Flow soll eine schlanke, leichte VR-Brille für den Endverbrauchermarkt werden. Der Fokus, das lässt sich auch aus HTCs bisherigen Lifestyle-Teaser-Bildern entnehmen, soll auf dem Konsum von Videos und Filmen liegen, auf sozialer Interaktion und auf Casual Games.

HTC will Flow primär als VR-Brille für Filme und Videos vermarkten mit Zugang zu einfachen Spielen. Diese Positionierung wird unterstrichen durch eine Grundsatzentscheidung seitens HTC: Vive Flow wird ohne VR-Controller ausgeliefert, was die Interaktionsmöglichkeiten in VR immens reduziert.

Ebenfalls ins Videobrillen-Konzept passt, dass der verbaute Chip laut Protocols Quellen weniger leistungsfähig sein soll als der in Oculus Quest 2. Im Unterschied zu Facebooks mittlerweile abgesetzter VR-Videobrille Oculus Go allerdings soll Vive Flow Raumtracking bieten. Das verbessert die Immersion etwa in einem virtuellen Kino oder bei sozialer Interaktion. Oculus Go unterstützt nur Kopfdrehungen, keine Bewegungen in die Tiefe des Raumes.

Eine Zertifizierung der Bluetooth Special Interest Group legt weiter nahe, dass Flow ein „All-in-one“-Gerät wird, also ohne externe Zuspieler funktioniert. Medieninhalte könnten gestreamt oder überspielt werden.

HTCs Metaverse-Versuch: Viveport Verse

Für die soziale VR-Interaktion bietet HTC das „Viveport Verse“ an, eine 3D-VR-Welt, in der Nutzer:innen sich verabreden können für Gespräche und Events. Als Beispiele nennt HTC virtuellen Tourismus, Sportveranstaltungen und Festivals.

Die Plattform soll auch die neu entstehende NFT-Ökonomie befeuern: HTC vermarktet Viveport Verse als einen „offenen Ort, in dem Nutzer Räume und 3D-Objekte erstellen können“. Viveport Verse ist für alle mobilen und PC-gebundenen VR-Brillen zugänglich.

Viveport Verse ist HTCs Metaverse-Versuch für Virtual Reality-Networking. Es basiert auf Mozilla Hubs. | Bild: HTC

Viveport Verse ist HTCs Metaverse-Versuch für Virtual Reality-Networking. Es basiert auf Mozilla Hubs. | Bild: HTC

Technisch basiert HTCs neue Plattform auf Mozilla Hubs, das direkt im Browser läuft. Funktionen für soziales Netzwerken soll HTC über den deutschen Mikroblogging-Dienst Mastodon einbinden. Details sind derzeit unklar.

Wann Viveport Verse und Vive Flow erscheinen, geht aus dem Leak nicht hervor. HTCs offizielle Vorstellung beider Produkte passiert voraussichtlich am 14. Oktober.

HTC testet neuen Ansatz in der VR-Strategie

Für HTC bedeutet Vive Flow eine zumindest teilweise Abkehr der bisherigen Virtual Reality-Strategie, die auf High-End-VR-Geräte für Endverbraucher:innen und die Industrie fokussiert ist. Noch im Dezember 2020 sagte HTC-Manager Graham Wheeler ein weiteres Wachstum für PC-VR vorher: „Nutzer wollen die beste Immersion.“

Wheeler deutete allerdings damals schon an, dass sich HTC auch mit dem „anderen Ende des Spektrums“ befasst, nämlich mobilen VR- und AR-Brillen, die Inhalte über ein Smartphone oder 5G streamen.

Weiterlesen über VR-Brillen:

Quelle: Protocol