Vive Cosmos hat die Tests der US-Strahlenschutzbehörde Federal Communications Commission (FCC) bestanden. Die Freigabe dürfte sich auf die Entwicklerversion beziehen.

Jedes elektronische Gerät mit integrierter Drahtlostechnologie wird vor dem Marktstart von der US-Behörde FCC auf Unbedenklichkeit hinsichtlich der Strahlenwerte geprüft.

Bei Vive Cosmos dürfte es schnell gegangen sein: Laut der FCC-Dokumente bietet die VR-Brille nur eine langsame 2,4-Ghz-Wifi-Verbindung – wahrscheinlich für die Drahtlos-Controller. Für VR-Streaming ist das Band nicht schnell genug. Ungewöhnlich ist, dass keine 5-Ghz-Verbindung angegeben ist, die mittlerweile eigentlich Standard sein sollte.

Bild aus der FCC-Listung. Bild: HTC / FCC

Bild aus der FCC-Listung. Bild: HTC / FCC

Die FCC-Dokumente verraten ansonsten leider nichts über das Innenleben von Vive Cosmos. Angaben zu Kernfunktionen wie Sichtfeldweite, Displayauflösung oder Anschlussmöglichkeiten fehlen.

Wahrscheinlich bezieht sich die FCC-Freigabe auf die Entwicklerversion, die laut HTC im Frühjahr erscheinen soll.

Vive Cosmos wird voraussichtlich über USB-C mit einem PC oder einem Smartphone verbunden. Bild: HTC

Vive Cosmos wird voraussichtlich über USB-C mit einem PC oder einem Smartphone verbunden. Bild: HTC

Wann erscheint Vive Cosmos?

Die FCC-Lizenz ist für jedes Produkt ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Launch und normalerweise ein Hinweis, dass das Gerät einigermaßen zeitnah auf den Markt kommt. Dass HTC sie sich jetzt abgeholt hat, dürfte bedeuten, dass zumindest die Entwicklerversion von Vive Cosmos demnächst erscheint.

Wirtschaftlich Sinn ergeben könnte es für HTC, mit der Entwicklerversion vor Oculus Quest und mit der Endverbraucherversion noch vor der vermuteten Oculus Rift S PC-Brille an den Markt zu gehen. Oculus Quest dürfte Ende April oder Anfang Mai erscheinen, Oculus Rift S – wenn die Brille denn überhaupt kommt – eher zum Weihnachtsgeschäft.

Viel ist noch nicht bekannt zu Vive Cosmos: Das Tracking-System ist anders als bei bisherigen Vive-Brillen im Gehäuse integriert, zu den restlichen technischen Spezifikationen gibt es nur Andeutungen. Wahrscheinlich wird man die VR-Brille über USB-C sowohl mit dem PC als auch mit einem Smartphone verbinden können. Offen ist, ob die Brille mit Smartphone-Verbindung dann ähnlich autark funktioniert wie Oculus Quest.

Alle bislang bekannten Fakten und Informationen zu Vive Cosmos haben wir hier gesammelt.

Titelbild: Jan-Keno Janssen

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