Mit Virtual Desktop könnt ihr PC-VR-Spiele drahtlos in eure Oculus Quest streamen. Nun unterstützt das beliebte Programm den nächste Woche erscheinenden Nachfolger.

Oculus Quest 2 bietet eine höhere Auflösung und eine Bildwiederholrate von bis zu 90 Hertz statt 72 Hertz. Die maximale Bitrate des WLAN-Streamings wurde dank des leistungsfähigeren XR2-Decoders von 100 auf 150 Mbps erhöht, was sich in einer besseren Bildqualität niederschlagen sollte.

Eine Reihe von Youtubern, die die neue VR-Brille vor Launch erhalten haben, konnten eine experimentelle Version des WLAN-Streamings mit Oculus Quest 2 ausprobieren und zeigten sich begeistert.

Oculus-Blockade: 90 Hertz erst später

Allerdings deaktivierte Facebook die höhere Bildwiederholrate mittlerweile und versprach, die 90 Hertz zu einem späteren Zeitpunkt per Update wieder zuzulassen. Zum Launch der Oculus Quest 2 (Infos) werden WLAN-Streamer folglich nur von einer höheren Auflösung und Bitrate profitieren.

Welche Auflösung Virtual Desktop für das WLAN-Streaming nutzen wird, verrät Entwickler Guy Godin noch nicht. Sie solle jedoch höher sein als die der Original-Quest.

Das Quest-Update 1.16.2 für Virtual Desktop bringt außerdem ein dediziertes Tab fürs WLAN-Streaming, einen Helligkeitsregler für den virtuellen PC-Desktop sowie verbessertes Controllertracking in SteamVR-Spielen.

Nutzer mit AMD-Grafikkarten dürfen sich über einen behobenen Fehler bei niedrigen und hohen VR-Grafikeinstellungen freuen und The Walking Dead: Onslaught (Test), Population One und Apex Construct funktionieren nun, wie sie sollten.

Entwickler empfiehlt Router-Käufern Wi-Fi 6

In der Reddit-Ankündigung des Updates gibt Godin Tipps für WLAN-Streaming-Einsteiger. Zwar unterstützen auch ältere Router des Wi-Fi-Standards 802.11ac die höhere Bitrate von 150 Mbps. Wer sich jedoch einen neuen Router kaufen will, solle gleich zu einem Gerät der neueren Wi-Fi-Norm 802.11ax (Wi-Fi 6) greifen. Wer mit vielen Geräten auf den Router zugreife, habe mit der neuen Wi-Fi-Generation eine stabilere Lösung zu Hause.

Die 150 Mbps Bitrate seien nicht durch den XR2-Chip limitiert, schreibt Godin. Seine Tests hätten ergeben, dass eine höhere Bitrate immer weniger Nutzen bringe: Die Latenz erhöhe sich und die Bildqualität werde nicht besser. Er werde weiterhin am WLAN-Streaming feilen.

Wer das WLAN-Streaming nutzen möchte, muss zusätzlich zur Quest-Version von Virtual Desktop den Sidequest-Patch (siehe Sidequest-Anleitung) installieren. Wer ihn schon installiert hat, muss lediglich Virtual Desktop auf Version 1.16.2 updaten.

Quelle: Reddit, Titelbild: Guy Godin

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