SwitchBot Curtain & Bot im Test: „Dumme“ Geräte werden smart

SwitchBot Curtain & Bot im Test: „Dumme“ Geräte werden smart

Mit SwitchBot Curtain und SwitchBot Bot automatisiert ihr Gardinen oder rüstet „dumme“ Geräte für den Einsatz im Smart Home nach. Wir haben die Gadgets getestet.

Ihr habt Geräte im Smart Home, die gar nicht so „smart“ sind, wollt euch aber nicht davon trennen? Dann könntet ihr euch das SwitchBot-Sortiment etwas genauer ansehen. Der Smart Home-Gerätehersteller bietet kleine Gadgets an, die nicht vernetzte Geräte nachträglich in das Smart Home-Netzwerk einbinden.

Wie das funktioniert und warum sich SwitchBot besonders für kreative Smart Home-Tüftler eignet, lest ihr in diesem Test. Wir haben den „SwitchBot Bot“ und den automatischen Gardinen-Öffner „SwitchBot Curtain“ in Verbindung mit „Hub Mini“ ausprobiert.

SwitchBot-Review in aller Kürze: Praktische Smart Home-Helfer zum Nachrüsten

Der SwitchBot Bot ist ein nützlicher kleiner Helfer für die nachträgliche Aufrüstung von nicht smarten Geräten. Mit seinem ausfahrbaren Arm aktiviert er Lichtschalter, schaltet Kaffeemaschinen ein, verriegelt Schranktüren oder entsperrt die Haustür per Knopfdruck.

Der SwitchBot Curtain gleitet geschmeidig auf der Vorhangstange, öffnet und schließt Gardinen automatisch und arbeitet zuverlässig. Das Motorengeräusch ist hörbar, aber nicht zu laut.

Allerdings lassen sich sämtliche Geräte nur per optional erhältlichem Hub in das WLAN-Netzwerk einbinden. Nur dann funktioniert auch die Sprachsteuerung mit Alexa, Siri oder dem Google Assistant.

SwitchBot Curtain & Bot sind für euch geeignet, wenn …

  • ihr Geräte ohne Funkverbindung „smart“ machen wollt,
  • beim Austüfteln von Smart-Home-Automatismen gern kreativ werdet und
  • eine automatische Gardinensteuerung ohne großen Aufwand sucht.

SwitchBot Curtain & Bot sind nicht für euch geeignet, wenn …

  • euch 25 Euro für einen smarten Schalter zu viel sind
  • ihr ohnehin nur vernetzte Geräte und Schalter im Einsatz habt und
  • auf integrierte Lösungen Wert legt.

SwitchBot im Test – kleine Helfer machen Geräte nachträglich smart

SwitchBot will Geräte „smart“ machen, die keine eigene Funkschnittstelle besitzen. Mit seinem kleinen ausfahrbaren Arm betätigt der „SwitchBot Bot“ etwa Lichtschalter, schaltet Kaffeemaschinen ein oder startet Klimaanlagen.

SwitchBot Curtain öffnet und schließt Gardinen und mit dem SwitchBot Thermometer und Hygrometer lassen sich Automatismen zur Temperatur- und Klimaregelung im Smart Home einrichten.

Mit dem SwitchBot Bot lassen sich herkömmliche Schalter

Mit dem SwitchBot Bot lassen sich herkömmliche Schalter „smart“ machen. | Bild: SwitchBot

SwitchBot-Geräte werden per Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone gesteuert oder mit einem optional erhältlichen Hub in das WLAN-Netzwerk eingebunden. Letzteres ermöglicht die Steuerung über Sprachassistenten wie Alexa (Guide), Apples Siri oder dem Google Assistant (Guide). Die Bots sind auch mit SmartThings, Clova und IFTTT kompatibel.

Wer lieber auf Infrarot als Funkverbindung setzt und auf Smartphone oder Sprachassistent verzichten will, nutzt die NFC-Fernbedienung SwitchBot Remote. Auch das „Anlernen“ anderer Fernbedienungen ist möglich. So lassen sich unter anderem Fernseher oder Musik-Anlagen über das SwitchBot Hub steuern.

Einfaches Einrichten per Bluetooth oder WLAN-Hub

Die Bluetooth-Koppelung zwischen Smartphone und den SwitchBot-Geräten ist denkbar einfach: Bot auspacken, Abstandsfolie zur Batterie abziehen, App öffnen – fertig. Die Bots werden sofort erkannt und erscheinen auf dem Startbildschirm unter „Bot nearby“.

Grundlegende Englisch-Kenntnisse sind für die Einrichtung Pflicht. Eine deutsche Anleitung gibt es ebenso wenig wie eine Lokalisierung der SwitchBot-App. Nur die Webseite bietet deutschsprachigen Support.

Auch die Thermometer-Hygrometer-Kombination, das SwitchBot Hub Mini und der Curtain lassen sich mit einem einfachen Tastendruck einrichten. Allerdings liegen Hub und Curtain jeweils nur ein USB-Kabel bei. Passende Netzstecker fehlen.

Wie schlägt sich der SwitchBot Bot im Einsatz?

Beim SwitchBot Bot ist für die Befestigung an der Unterseite ein kleiner Klebestreifen angebracht, der zwei Drittel des Bots abdeckt. Ein zusätzlicher Klebestreifen liegt bei. Der wird bei Schaltern mit hohem Widerstand benötigt, da sich der SwitchBot sonst selbst aushebelt.

Im Test hielt der Bot mit einem Klebestreifen bei Geräten mit flachen Schaltern einwandfrei. Eine Senseo Kaffeemaschine mit tiefem Druckpunkt schaffte er allerdings nicht ohne Klebeverstärkung. Problematisch wird es bei Kippschaltern, die weit von der Wand abstehen. Hier reicht der kurze Arm des Bots meist nicht aus. Selbstgebastelte Unterlagen leisten Abhilfe, das ist aber eigentlich nicht Sinn der Sache.

Die Bots ließen sich im Kurzzeittest rückstandsfrei entfernen, es gab keine hartnäckigen Klebereste.

Mit einem kleinen Klebestreifen und dem

Mit einem kleinen Klebestreifen und dem „Pull“-Modus bewältigt der SwitchBot auch Kippschalter. | Bild: SwitchBot

Für herkömmliche Ein-Aus-Schalter mit Kippmechanik liegt ein kurzer Klebestreifen mit Schlaufe bei. Der wird an den Schalter geklebt und in die Öffnung des „Roboter-Arms“ eingefädelt. Wechselt der Bot in den „Pull-Modus“, zieht er den umgelegten Schalter wieder hoch.

Touch-sensitive Oberflächen, wie sie etwa moderne Waschmaschinen haben, kann der SwitchBot Bot nicht aktivieren. Die Steuerung per Sprachassistent dauert jeweils zwischen drei und fünfzehn Sekunden, bis der Befehl ausgeführt wird. Letzteres war allerdings die Ausnahme.

SwichtBot Curtain: „Alexa, zieh die Vorhänge auf“

Der SwitchBot Curtain öffnet und schließt automatisch Vorhänge. Der Bot ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich und kann an runden Stangen, U-Schienen und I-Schienen angebracht werden. Damit er sämtliche Vorhangtypen wie Ring, Tülle oder Schlaufe bewegen kann, liegt passendes Zubehör bei.

Der SwichtBot Curtain zieht Gardinen automatisch zu und öffnet sie.

Der SwichtBot Curtain zieht Gardinen automatisch auf und zu. | Bild: SwitchBot

Ein Klebestreifen in Kamm-Form glättet etwa die Übergänge von ausgezogenen Teleskopstangen und kleine Klipp-Elemente geben dünnen Schlaufen Halt. Der Curtain bewegt einzelne Vorhänge in beide Richtungen. Dazu wird er zwischen der ersten und zweiten Vorhangschlaufe positioniert.

Sollen zwei Vorhänge von der Mitte aus nach links und rechts geschoben werden, wird ein zweiter Curtain-Bot benötigt. Nach einer kurzen Kalibrierung, bei der per App der Bewegungsbereich manuell festgelegt wird, ist der Bot einsatzbereit.

SwitchBot Curtain: Reibungsloses Gleiten, leises Surren

Während der Sockel eines Echo Show 10 (Test) lautlos rotiert, bleibt beim Motor des SwitchBot Curtain ein leises Surren nicht aus. Wer also morgens ausschließlich vom Sonnenlicht geweckt werden will, sollte den Curtain lieber nicht im Schlafzimmer einsetzen. Wird die automatische Vorhangöffnung ohnehin mit dem Radiowecker synchronisiert, stört das Motorengeräusch nicht weiter.

Im Test bewegen sich die beiden Bots auf der Stange reibungslos, halten stets ihren vorgegebenen Bereich ein und verheddern sich nicht mit dem Vorhang. Die Sprachsteuerung mit Alexa und dem Google Assistant ist zügig eingerichtet und reagiert schnell.

Je nach Vorhang-Typ kann allerdings ein kleiner Spalt offenbleiben, wenn sich die beiden Bots beim Schließen in der Mitte treffen. Das tritt primär bei leichten Gardinen auf, bei denen die erste Schlaufe bündig am Saum verläuft. Bei schwereren Exemplaren mit Ösen und etwas breiterem Rand genügt der Platz zwischen den Bots, um den Vorhang komplett zu schließen.

SwitchBot: Einsatzbeispiele für die Smart Home-Helfer

Generell lädt der SwitchBot Bot zum kreativ werden ein. Ich habe während des Tests eine Kaffeemaschine, einen Luftentfeuchter, verschiedene ältere Lichtschalter und eine Hi-Fi-Anlage damit „smart“ gemacht.

Denkbar wären auch Klimaanlagen, Luftbefeuchter, Wecker, Garagen-Öffner, Schrankschlösser – einfach alles, was ihr gern smart steuern möchtet. Wie ihr  den SwitchBot Curtain völlig zweckentfremdet, zeigt das folgende YouTube-Video.

Mit dem „SwitchBot Meter“, einer Thermometer-Hygrometer-Kombination, lassen sich in Kombination mit Hub Mini und Bot clevere Automatismen programmieren. Platziert ihr etwa das Hygrometer im Keller oder im Badezimmer und den Bot auf einem Luftentfeuchter und steigt die Luftfeuchtigkeit über einen definierten Wert, schaltet der Bot den Entfeuchter ein.

Mit der passenden Alexa-Routine öffnet der SwitchBot Curtain bei Sonnenaufgang die Schlafzimmergardinen, während der Bot schon mal die Kaffeemaschine aufheizt. Auch ohne Sprachassistent lassen sich in der SwitchBot-App schnell „Szenen“ für Automatismen programmieren.

Test-Fazit SwitchBot Curtain & SwitchBot Bot

Der SwitchBot Bot entpuppt sich als nützliches Gadget, um nicht-smarte Geräte per Sprachsteuerung oder Smartphone-Verbindung zu bedienen. Der ausfahrbare Arm schaltet Kaffeemaschinen ein, öffnet Garagentüren oder startet die Wiedergabe bei der HiFi-Anlage. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und laden zum Experimentieren ein. Besonders Automatisierungs-Tüftler werden ihre Freude haben.

Der SwitchBot Curtain arbeitet zuverlässig und gleitet beim Öffnen und Schließen der Gardinen geschmeidig auf der Vorhangstange. Nur das leise Motorengeräusch könnte feinfühlige Smart Home-Fans morgens stören. Einrichtung, Kalibrierung und Bedienung der Gadgets ist trotz englischer Anleitung kinderleicht und funktioniert reibungslos. Sprachbefehle werden gelegentlich mit etwas Verzögerung umgesetzt.

Sämtliche SwitchBot-Geräte lassen sich zwar direkt via Bluetooth-Verbindung steuern, um sie in das heimische WLAN-Netzwerk einzubinden, braucht es aber einen optional erhältlichen Hub. Nur so gelingt die Sprachsteuerung mit Alexa, Siri oder dem Google Assistant.

Bei einem regulären Stückpreis von knapp 25 Euro für den SwitchBot Bot, bis zu 85 Euro für den SwitchBot Curtain und rund 34 Euro für das Hub kann die Ausstattung mehrerer Räume schnell ins Geld gehen. Wer sich bei der nachträglichen Automatisierung nicht vernetzter Geräte kreativ austoben will, kann bedenkenlos zuschlagen.

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