Nintendo ist mutig: Mit Mario und Zelda bekommen die beiden bekanntesten Spielemarken der Japaner einen VR-Modus. Und das für eine Papp-VR-Brille. Läuft das nicht entgegen des eigenen Qualitätsanspruchs?

Ein Rückblick zum Einstieg: Als die ersten Gerüchte um Switch-VR im Februar aufkamen, meinte ich noch, diesen widersprechen zu müssen. Das auf Qualität bedachte Videospieltraditionsunternehmen würde doch niemals eine technisch für VR gänzlich ungeeignete Plattform mit Virtual Reality aufrüsten?

Ich schrieb:

“Würde Nintendo tatsächlich eine VR-Halterung bringen, wäre das VR, die […] wohl niemand ertragen würde. Das entspricht (hoffentlich) nicht dem Qualitätsstandard der Japaner.”

Und:

“Die VR-Brille passt nicht in die Strategie, die Nintendo seit der Post-Gamecube-Ära verfolgt, nämlich Videospiele als soziales Ereignis zu inszenieren.”

Rund zwei Monate später sitze ich da, drücke mir eine VR-Pappbrille ins Gesicht und beobachte Nintendos wichtigste Spielemarken durch zwei Plastiklinsen. Tja.

Mario VR macht Spaß

Meine Februar-Prognose erweist sich in einem weiteren Punkt als falsch: Super Mario ist in der Virtual Reality trotz Minimal-VR durchaus genießbar und … interessant.

Interessant deshalb, weil es das erste Mal ist, dass man dem dicken Klempner so nahekommt, als würde man neben ihm stehen – mit ihm in seiner Welt sein. Denn diese Illusion klappt selbst mit der einfachen Pappbrille ganz gut.


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