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Steam Deck: Erst Handheld, dann VR-Brille?

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1. März 2022:

In einem Interview mit Eurogamer legt Gabe Newell nach. Die Entwicklung eigener VR-Technologie habe bei der Entwicklung des Steam Deck geholfen. Umgekehrt könne der Handheld Valves nächste VR-Hardware beeinflussen. Newell sagt:

"Wenn man das Ganze umdreht und [Steam Deck] als leistungsfähiges mobiles PC-Gaming-Gerät betrachtet, dann stellt sich Frage: Warum kann ich das nicht auch in Form einer integrierten, kabellosen VR-Lösung haben?"

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Ursprünglicher Artikel vom 25. Februar 2022:

Das Steam Deck könnte eine Plattform für Virtual und Augmented Reality werden, deutet Valve-Chef Gabe Newell in einem Interview an.

Heute ist der Marktstart von Valves portabler Spielekonsole Steam Deck. In einem Gespräch mit dem Videospielmagazin Edge spricht Valve-Gründer Gabe Newell über die Richtungen, in die sich die Hardware weiterentwickeln könnte.

Die betreffende Stelle teilte der Industrie-Analyst und Youtuber Brad Lynch bei Twitter (siehe unten). Newells Aussagen stammen angeblich aus einem noch unveröffentlichten Interview.

Zukünftige Steam Decks mit Kameras?

Der Valve-Chef sagt über die Zukunft des Steam Deck: „Der erste Schritt ist, dass man die großartigen Spiele von heute spielen kann. Bei den nächsten Interationen geht es mehr um die Frage, welche Möglichkeiten uns diese mobile Plattform bietet und wie sie über das hinausgehen, was man von einer traditionellen Spielumgebung wie dem Desktop oder Laptop kennt.“

Als Beispiel nennt Newell Computer Vision, eine Technologie, mit der das Unternehmen im VR-Kontext experimentiere und die laut dem CEO in zukünftigen Modellen des Steam Deck zum Einsatz kommen könnte.

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Newell könnte mit Computer Vision räumliches Tracking für VR-Brillen meinen. Maschinelles Sehen umfasst jedoch weitaus mehr, wie etwa das Erkennen und Einordnen von Objekten in der physischen Umgebung und ist eine Schlüsseltechnologie der Augmented Reality. Der Valve-Chef dürfte demnach an ein Steam Deck mit integrierten Kameras denken, das die Umgebung einfängt und gezielt um digitale Elemente erweitert.

Das Beste zweier Welten

„Das Steam Deck steht für batteriebetriebene, hochperformante Leistung, die man unter Umständen auch für VR-Anwendungen nutzen könnte“, sagt Newell weiter. „Du nimmst den PC und entwickelst etwas, das weitaus portabler ist. Wir sind noch nicht so weit, aber das ist ein erster Schritt in diese Richtung.“

Newells Vision ist die eines Spielgeräts, das das Beste zweier Welten vereint: die (annähernde) Rechenleistung des PCs mit der Mobilität von Smartphones und Tablets.

Im Virtual-Reality-Kontext kann das nur eines heißen: eine autarke VR-Brille, die SteamVR-Spiele befeuert. Ein solches Gerät ist laut Berichten unter dem Codenamen Deckard in Entwicklung. Als technische Blaupause würde das Steam Deck dienen. Die Grundlagen wären demnach ein linuxbasiertes SteamOS gepaart mit einem leistungsfähigen x86-kompatiblen Chip. Valve-Analyst Brad Lynch spekuliert seit Langem in diese Richtung.

Die Zukunft von PC-VR könnte autark sein

Derzeit ist der Chip des Steam Deck zu schwach, um SteamVR-Spiele in akzeptablen Bildwiederholraten darzustellen. Dass die Idee eines hochperformanten autarken VR-Geräts aber gar nicht weit hergeholt ist und sich in den nächsten Jahren weiter konkretisieren dürfte, könnte Apples kommende VR-Brille beweisen. Das Gerät soll mit einem M1-Prozessor ausgestattet sein, dessen Leistung herkömmliche mobile Chips bei Weitem übertrifft.

Eine autarke Valve Index wäre, sofern gut umgesetzt, ein vielversprechender Ausweg aus der PC-VR-Sackgasse, in die sich Valve in den letzten Jahren hineinmanövrierte und eine Möglichkeit, ganz neue Käuferschichten für SteamVR zu begeistern. Und damit Meta erneut die Stirn zu bieten.

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