Es gibt sie noch, die signifikanten Investitionen in VR-Software. Die Sache hat allerdings einen Haken.

Mit über einer Million VR-Installationen gehört die Social-App Rec Room zu den erfolgreichsten Social-VR-Anwendungen am Markt. Nutzer begegnen sich als Avatare in einer Lobby, unterhalten sich oder vertreiben sich die Zeit mit einem der zahlreichen Minispiele. Sie können auch eigene Inhalte beisteuern.

Jetzt legt das 2016 gegründete Entwicklerstudio Against Gravity den Grundstein für weiteres Wachstum: Investoren stecken in zwei Finanzierungsrunden 24 Millionen US-Dollar in das Startup. Das gesamte Kapital soll rund 29 Millionen US-Dollar betragen.

Das Geld kommt von Risikokapitalgebern, der Unternehmenswert wird auf 126 Millionen US-Dollar taxiert. Derzeit beschäftigt Against Gravity rund 35 Angestellte. Der Unternehmenssitz ist Seattle.

Geld verdienen soll Rec Room langfristig beispielsweise über eine digitale Währung, mit der Nutzer in der App Verschönerungen für die eigenen Avatare kaufen oder zukünftig auch (nutzergenerierte) Inhalte.

Doppelstrategie für Social-Wachstum

Das Rec Room wächst und finanziert wird, ist zuerst einmal eine positive Nachricht für die VR-Branche. Allerdings dürfen die Investitionen eng mit der Expansion des Studios auf den herkömmlichen Screen verbunden sein. Eine 2D-Version von Rec Room für PC und Playstation existiert bereits. Demnächst sollen auch Smartphone-Nutzer Zugang zu Rec Room haben. Den reinen VR-Fokus hat Against Gravity demnach längst aufgegeben.

In diesem Sinne zeichnet sich ein kleiner Trend ab: Social-Apps wie Rec Room, Sansar oder VRChat können überleben, da sie neben der VR-Brille auch viele Monitornutzer gewinnen. Social-Konkurrenten hingegen wie High Fidelity oder AltspaceVR, die nur oder stark auf VR fokussiert sind, gehen die Investorengelder aus. Sie verschwinden vom Markt oder in der Bedeutungslosigkeit.

Quelle: Techcrunch; Titelbild: Against Gravity

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