Einem 20-jährigen Studenten ist ein Mann ins Netz gegangen, der Interesse an Sex mit einer Minderjährigen zeigte. Der Köder: ein Foto des Studenten als junge Frau. Für den digitalen Gesichtertausch nutzte der Student Snapchats Genderswap-Filter.

Der Student erstellte bei Tinder ein Fake-Profil unter den Namen Esther und nutzte das Foto als Profilbild. Laut eines Berichts der NBC Bay Area wollte er damit Sexualstraftäter anlocken und anschließend der Polizei melden, berichtet NBC Bay Area. Die Selbstjustiz sei durch eine Freundin motiviert, die als Kind sexuell missbraucht worden sein soll.

Die Falle schnappte zu, als ein junger Mann via Tinder Interesse an Sex anmeldete. Als die beiden auf eine andere App wechselten, schrieb der Student, dass er erst 16 Jahre alt sei. Das solle den Mann jedoch nicht weiter gestört haben.

Zufällig den Polizist erwischt

Der Chat dauerte zwölf Stunden an und wurde laut des Studenten “noch expliziter”. Während dieser Zeit fand er mehr über die Identität des Mannes heraus, fertigte Screenshots an und übermittelte sie der Polizei.

Dabei stellte sich heraus, dass der Gesuchte ein Polizeioffizier aus San Mateo ist. Der Mann wurde letzte Woche verhaftet und ist derzeit vom Dienst suspendiert. “Ich wollte irgendjemanden schnappen und es war rein zufällig ein Polizist”, sagt der Student.

Snapchats Genderswap-Filter wurde im Mai zum Internet-Hit. Nutzer sozialer Netzwerke luden haufenweise Bilder und Videos mit digital verändertem Gesicht hoch. Beispiele gibt es hier. Ein ebenso populärer Baby-Filter folgte wenig später: Er macht aus Erwachsenen Kleinkinder.

Titelbild: NBC Bay Area (Screenshot)

Mehr erfahren über Snapchats AR-Filter:


MIXED-Podcast #155: KI im Alltag, Virtual-Link-Flop und Vive-Cosmos-Preis | Alle Folgen


Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.