PSVR 2: UE-5-Spiele bestätigt, aber für VR fehlen zwei wichtige Features

PSVR 2: UE-5-Spiele bestätigt, aber für VR fehlen zwei wichtige Features

Epic hat Studios enthüllt, die mit der Unreal Engine 5 arbeiten. Zwei entscheidende neue Engine-Features sind allerdings noch nicht mit VR kompatibel.

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Seit Epic Games‘ „State of Unreal“-Event ist es offiziell: Die Unreal Engine 5 wird bereits für die Spielentwicklung auf der Playstation VR 2 genutzt. Im Stream wurde eine ganze Wand voller Studio-Logos gezeigt, die derzeit mit der Engine arbeiten. Zu sehen war auch das Markenzeichen der PSVR 2, womit der Einsatz für Sonys kommende VR-Brille bestätigt ist.

Die Logos geben zusätzlich Hinweise, welche der vielen Studios an einem VR-Spiel arbeiten könnten: Zu den im VR-Bereich aktiven Publishern gehören Devolver Digital (Tentacular) und die Take-Two-Tochter „2K“. Take-Two brachte bereits Rockstars „LA Noire“ in VR und bestätigte, dass weitere VR-Projekte angedacht sind.

Ebenfalls zu sehen sind das polnische Bloober Team (Layers of Fear VR) und das britische Ndreams. Letzteres hat sich mit außergewöhnlichen Action-Mechaniken eine Namen gemacht: Der Shooter Fracked lieferte selbst mit den veralteten Move-Controller ein erstaunlich frisches Deckungsgefühl.

Im Schleichspiel Phantom Covert Ops paddelt der Held sogar im Kajak durch die feindliche Basis. Erst kürzlich erhielt Ndreams ein Investment von 35 Mio. Dollar für mehrere große Titel – auch für Playstation VR 2.

Unreal Engine 5: In VR vorerst ohne Nanite und Lumen

Die zwei beeindruckendsten Features der neuen Engine – Lumen und Nanite – kommen jedoch vorerst nicht in VR-Spielen zum Einsatz.

Epic Games erklärte gegenüber Road to VR, dass beide Techniken noch nicht fertig für VR seien: „Wir können zwar keinen Zeitplan bezüglich Lumen- oder Nanite-Support für VR-Erfahrungen mitteilen. Wir untersuchen aber, wie wir diese UE5-Features auf zusätzliche Plattformen bringen können“, so das Unternehmen.

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Schon 2020 stellte Epic Games die beiden hervorstechenden Grafik-Features vor, die Spiele-Kulissen ein viel authentischeres Aussehen verpassen. Bei Lumen handelt es sich um eine Neuerung für globale Echtzeit-Beleuchtung inklusive indirekter Lichtstrahlen.

Dank Nanite lassen sich sehr hochauflösende 3d-Modelle direkt in die Engine importieren. Dort werden sie je nach Szene automatisch passend skaliert. So haben Spielende immer ein scharfes Bild vor Augen, statt beim Näherkommen zum Beispiel verschiedene Detailstufen aufploppen zu sehen.

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Einen Deep Dive in diese beiden und weitere neue UE5-Funktionen hört ihr in unserem MIXEDCAST Folge #249.

Nanite und Lumen: Noch nicht schnell genug für VR?

Die fehlenden VR-Unterstützung von Lumen könnte mit Performance-Problemen begründet sein. Auf herkömmlichen Bildschirmen ist das System auf 30 bis 60 Bilder pro Sekunde optimiert – je nach Größe der Umgebung.

In Virtual Reality hingegen sind allgemein je nach VR-Brille mindestens 72 bis 90 Hertz nötig, um ein flüssiges Erlebnis zu erzeugen. Auf der weit verbreiteten Meta Quest 2 mit ihrem Mobilchip dürften sich solche Probleme noch stärker bemerkbar machen.

Auch beim Einsatz von Nanite gebe es Performance-Grenzen, so Epic Games. Es müssten Aspekte wie die Auflösung, die Zahl der Dreiecke pro Polygonnetz oder die Komplexität des Materials berücksichtigt werden.

Die Performance und die Möglichkeiten von Nanite würden aber in künftigen Veröffentlichungen der Unreal Engine verbessert, so Epic. Einen Zeitplan, bis Nanite und Lumen in VR verfügbar sind, nennt das Unternehmen nicht.

Diese Mankos sollten VR-Studios aber nicht von der Nutzung der Unreal Engine 5 abhalten. Bereits jetzt in VR nutzbar seien neue Creator-Tools wie ein Control Rig, neue Modeling-Werkzeuge oder die Aufteilung großer Spielwelten in „World Partition“-Dateien.

Quellen: YouTube, Road to VR, The Motley Fool