Pokémon Go: Spieltrick soll das „Echtwelt-Metaverse“ voranbringen

Pokémon Go: Spieltrick soll das „Echtwelt-Metaverse“ voranbringen

Pokémon Go verdient Milliarden, doch das Entwicklungsstudio Niantic greift nach den Sternen – und spannt dafür die Spieler:innen ein.

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So wertvoll wie die Internetsuche soll sie eines Tages werden, die Augmented Reality-Cloud: ein feinmaschiges 3D-Koordinatensystem, in dem sich AR-Endgeräte wie Brillen, Smartphones, und was da noch kommen mag, auf den Millimeter genau positionieren und digitale Objekte passend in der Realität platzieren können.

Pokémon Go als Steigbrett zur digitalen Zukunft

Grundlage für so ein 3D-Koordinatensystem ist ein möglichst originalgetreues digitales Abbild der realen Welt – ein digitaler Zwilling der Realität. Für diesen wiederum braucht es: Daten. Sehr viele Daten.

Schwergewichte wie Alphabet, Microsoft oder Meta arbeiten an der Augmented Reality-Cloud, doch den entscheidenden Vorteil könnte das Underdog-Studio Niantic haben: Millionen begeisterte Pokémon-Go-Spieler:innen, die durch die echte Welt ziehen, um digitale Objekte zu finden. Mit deren Kameradaten will Niantic das eigene „Echtwelt-Metaverse“ voranbringen.

Gaming-Belohnung für AR-Cloud-Beitrag

Seit geraumer Zeit versucht Niantic, die eigenen Spieler:innen dazu zu bewegen, bei ihren Erkundungstrips möglichst oft das Smartphone zu zücken und das Kameraobjektiv aus verschiedenen Perspektiven auf interessante Gegenstände zu richten.

Ende 2020 führte Niantic erstmals eine Funktion ein, die Spieler:innen belohnt, die ihre Spielumgebung in 3D einscannen. Im Juli 2021 zeigte Niantic dann eine neue Technologie, die aus herkömmlichen Smartphones präzisere 3D-Kartografierungsgeräte macht.

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Beispiel für einen entstehenden 3D-Scan einer Statue durch Pokémon-Go-Spieler:innen. | Video: Niantic

Um die Motivation der Spieler:innen fürs Scanning zu steigern, gibt es jetzt beim Poké-Stop-Scanning Leistungssteigerungen entlang der Anzahl getätigter Scans. Für fünf, zehn und 25 Scans gibt es unterschiedliche visuelle Effekte zu sehen und die verliehenen Power-ups halten länger.

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Mehr Scans bedeuten, dass Niantic ein detaillierteres 3D-Umgebungsbild erhält, entsprechend ist der Anreiz für mehr Scans ganz gezielt gesetzt: Das Pokémon-Go-Spielprinzip wird zunehmend auf die Datengewinnung optimiert.

Dass die AR-Cloud das eigentliche Unternehmensziel ist, daraus macht Niantic übrigens kein Geheimnis. Auf der eigenen Webseite heißt es zum Poké-Stop-Scanning: „Mithilfe der durch PokéStop-Scans gewonnenen Informationen kann Niantic präzise und dynamische 3D-Karten von Objekten in der echten Welt erstellen. So können wir uns virtuelle Objekte und ihre Beziehung zu ihrem Standort und zueinander besser vorstellen. Dadurch können unsere Geräte besser erkennen, was sie gerade betrachten, und so AR-Verfahren in Echtzeit anwenden. Wir bei Niantic können so zudem neue AR-Features testen und veröffentlichen, für die wir eine genaue und aktuelle 3D-Weltkarte benötigen.“

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