Pokémon Go ist mehr als ein lustiger Zeitvertreib: Für Niantic ist es der Versuch, eine 3D-Karte der Welt für eine neue Art des Internets zu erschaffen. Für diese Mammutaufgabe hat das Unternehmen ein Heer Freiwilliger rekrutiert: die eigene Spielerschaft. Nun mobilisiert Niantic diese mit einer neuen Spielfunktion.

Im Mai führte Niantic zwei wichtige Neuerungen in Pokémon Go ein. Das Pokéstop Scanning erlaubt es Spielern, Pokéstops und Gyms in 3D einzuscannen, indem sie Videos der physischen Orte aufnehmen und hochladen. Aus diesen Daten generieren Algorithmen ein 3D-Modell der Umgebung, das die Spielerfahrung verbessern soll. So könnten Smartphones und künftig auch AR-Brillen in der Lage sein, sich genauer im Raum zu verorten und Pokémon sinnvoller in die Umgebung einzubetten.

Die 3D-Daten erlauben außerdem realistische Verdeckungseffekte, das sogenannte Reality Blending (Deutsch: “Realitätsvermischung”), die zweite wichtige Neuerung. Dank der 3D-Daten könnte das Spiel in Zukunft genau wissen, wo sich eine Statue oder ein Brunnen befindet, sodass diese die digitalen Wesen gegebenenfalls verdecken. Auf diese Weise wirkten die Pokémon realer. Das folgende Video veranschaulicht diesen AR-Effekt.

Das Endziel: AR-Cloud und AR-Brillen

Mit Hilfe der 3D-Scans will Niantic Stück für Stück eine digitale Raumkarte der Welt erstellen, die wiederum zur Grundlage einer weltumspannenden AR-Cloud werden soll.

Damit ist ein maschinenlesbares 3D-Duplikat der Welt gemeint, das Smartphones und AR-Brillen als präzises Koordinatensystem dient und mit dem digitale In…

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