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Playstation VR 2: Erwartet uns ein Preisschock?

Playstation VR 2: Erwartet uns ein Preisschock?

Playstation VR 2 ist ein VR-System der nächsten Generation. Entsprechend teuer könnte das PS5-Zubehör werden.

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Über Playstation VR 2 ist mittlerweile fast alles bekannt: Wir kennen das Design und die Spezifikationen und wissen, dass das VR-Headset Anfang 2023 erscheint.

Ein großes Geheimnis bleibt noch zu lüften: der Preis der Playstation VR 2, die zusammen mit den neuen Sense-Controllern in den Handel kommen dürfte.

In den letzten Wochen wurde viel über den Preis spekuliert. Die Schätzungen gehen weit auseinander. Aber derzeit gibt es mehr Pro- statt Contra-Argumente, dass Playstation VR 2 ein Luxus-Zubehör wird.

Die Welt im Ausnahmezustand

Dass ein PS5-Zubehör teurer wird als die Playstation 5 selbst, wäre unter normalen Umständen höchst unwahrscheinlich.

Leider herrschen derzeit keine normalen Umstände. Die Weltwirtschaft leidet unter der Inflation, hohen Rohstoffpreisen wegen des Ukraine-Kriegs und die Auswirkungen der Pandemie sind nicht zuletzt in der Lieferkette noch immer zu spüren. Aus diesen Gründen erhöhte Sony den Preis der Playstation 5 in vielen Regionen.

In Europa kostet die Digital Edition der Spielkonsole seit kurzem 450 Euro statt 400 Euro, während die Version mit Blu-Ray-Laufwerk 550 statt 500 Euro zu Buche schlägt. Wenn Sony sich schon gezwungen sieht, den Preis der Playstation 5 zu erhöhen, wie sieht der Preisdruck dann erst bei einem Nischenzubehör wie der Playstation VR 2 aus?

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Der Preis der Meta Quest 2 stieg ebenfalls, und zwar um satte 100 Euro. Das Basismodell des VR-Headsets kostet seit August 450 statt 350 Euro. Die Gründe sind die gleichen: steigende Inflation und erhöhte Produktionskosten.

Next-Gen-Features haben ihren Preis

Ich denke, dass Playstation VR 2 mindestens 500 Euro kosten wird – wenn nicht sogar mehr.

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Es stimmt, dass Sonys VR-Headset, anders als Meta Quest 2, keinen eigenständigen Prozessor und Akku benötigt und in diesem Bereich weniger Kosten verursacht. Aber Playstation VR 2 hat andere kostspielige Technik verbaut, die Meta Quest 2 abgeht: ein hochwertiges OLED-Display, Eye-Tracking und Headset-Haptik. Das sind Features, die kein anderes Mainstream-Headset bietet.

Meta verkauft Casual-VR, Sony Premium-VR der nächsten Generation. Die Geräte trennen Welten, was sich im Preis niederschlagen dürfte.

Natürlich könnte sich Sony entscheiden, den Preis zu drücken und Verluste hinzunehmen, in der Hoffnung, dass Playstation VR 2 viele Spiele verkauft. Doch ist das naheliegend unter Berücksichtigung des derzeitigen ökonomischen Klimas, des wachsenden Drucks seitens des Konkurrenten Microsoft und des Umstands, dass Virtual Reality noch immer eine Nische ist und ein rascher Durchbruch eher nicht zu erwarten ist?

Playstation VR war ebenfalls nicht günstig

Schon die erste Playstation VR war nicht billig, obwohl deren Technik – anders als bei PSVR2 – bereits beim Launch teilweise veraltet war, wenn man sie mit anderen VR-Headsets aus 2016 vergleicht.

Das VR-Headset selbst kostete zwar „nur“ 399 Euro, aber eine PS-Kamera und Move-Controller fehlten. 2017 erschien in den USA ein VR-Gesamtpaket – für 499 US-Dollar.

Dass Playstation VR 2 mit weitaus moderner Technik und brandneuen VR-Controllern unter 500 Euro kosten wird, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wahrscheinlich wird sie später im Preis reduziert, gegen Ende der Lebenszeit verramschte Sony PSVR 1 geradezu. Aber das bleibt abzuwarten, hängt die Preisentwicklung doch unmittelbar mit der Nachfrage zusammen.

Für das Gesamtpaket aus PS5 und PSVR 5 könnten am Ende an die 1000 Euro anfallen. Mich würde das nicht überraschen. Highend-VR hat nun mal ihren Preis. Gerade in diesen Zeiten.