Pimax hat in Highend-Brillen für VR-Enthusiasten eine offenbar überlebensfähige Nische gefunden. Dank frischen Finanzmitteln soll es nun schneller und besser als bisher vorangehen, besonders im Bereich Kundensupport.

Während Facebook versucht, mit günstigen und leicht zu nutzenden VR-Brillen (Vergleich) mehr Menschen in die Virtual Reality zu locken, verfolgt Pimax ganz andere Ziele: Das chinesische Unternehmen versorgt eine Gruppe VR-Enthusiasten mit relativ teuren Highend-Geräten, die sich durch ein besonders weites Sichtfeld und eine hohe Auflösung auszeichnen.

Das aktuelle Flaggschiff, die Pimax Vision 8K X (siehe Titelbild), hat zwei 4K-Displays verbaut und bietet ein Sichtfeld von circa 200 Grad auf. Der Preispunkt: 1.200 Euro. Wer keine Controller und Basisstationen besitzt, muss noch tiefer in die Tasche greifen.

So teuer das Produkt, so klein das Zielpublikum: Laut jüngster SteamVR-Statistik machen Pimax-Besitzer weniger als ein Prozent aller VR-Nutzer bei Steam aus. Im Großen und Ganzen dürften weniger als 10.000 aktuelle Pimax-Geräte im Umlauf sein.

Neue Finanzmittel

Nun konnte sich Pimax in einer Serie-B-Finanzierung 20 Millionen US-Dollar sichern. Zu den Hauptinvestoren gehören  das chinesische Ivy Capital aus Shanghai und CDF-Capital aus Shenzhen.

Eine Kickstarter-Kampagne spülte Ende 2017 4,2 Millionen US-Dollar in Pimax’ Kassen und kurz darauf folgte eine Serie-A-Finanzierung über 15 Millionen US-Dollar. Mit der jüngsten Finanzspritze kommt Pimax also auf eine Investitionssumme von knapp 40 Millionen US-Dollar.

Unerfüllte Kickstarter-Versprechen

In einer Pressemitteilung schreibt Pimax-CEO Robin Weng, dass das Unternehmen vor Abschluss der Investitionsrunde Engpässe bei den Ressourcen gehabt habe. Dadurch hätten Lösungen für Probleme länger gebraucht. Besonders betroffen gewesen seien Logistik und der technische Support.

Dank der neuen Finanzmittel sollen zukünftig mehr Projekte gleichzeitig angegangen werden können. Außerdem soll die Entwicklung und Forschung sowie die Produktion verbessert werden. Am wichtigsten sei jedoch ein besserer Kundensupport.

Dazu gehörte wohl auch, dass Pimax sämtliche Versprechen einlösen kann, die es Kickstarter-Unterstützern vor Jahren machte. Noch warten nämlich viele auf spezielle Hand- und Eyetracking-Module.

Quelle und Titelbild: Pimax

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