Oculus Rift & HTC Vive: Neuer VR-Browser Supermedium verfügbar

Oculus Rift & HTC Vive: Neuer VR-Browser Supermedium verfügbar

Das US-Startup Super XYZ möchte verändern, wie Menschen mit der VR-Brille das World Wide Web erleben.

Der neue Browser heißt Supermedium und kann ab sofort hier kostenlos heruntergeladen werden. Er ist für Highend-VR optimiert und läuft mit HTC Vive und Oculus Rift. Unterstützung für Windows Mixed Reality ist zeitnah vorgesehen.

Das Entwicklerstudio Super XYZ Inc. möchte sein Produkt als reinen Virtual-Reality-Browser von der übermächtigen Browser-Konkurrenz von Google oder Mozilla differenzieren, die WebVR-Unterstützung standardmäßig integriert haben.

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Supermedium unterstützt ebenfalls den WebVR-Standard, bietet aber im Vergleich zu Chrome und Firefox ein für Virtual Reality optimiertes Interface, das mit den eigenen Händen – respektive 3D-Controllern – gesteuert werden kann.

2D-Inhalte? Nicht mit Supermedium

Anders als die großen Browser versucht Supermedium gar nicht erst, 2D-Inhalte darzustellen – herkömmliche Webseiten können nicht aufgerufen werden, eine URL-Eingabe ist (noch) nicht möglich.

Stattdessen fokussiert sich das Startup voll auf ein zukünftiges 3D-Web: Das Ziel ist ein VR-Browser, mit dem Nutzer nahtlos zwischen 3D-Welten wechseln können, so wie man heute von einer Webseite auf die nächste springt. Für den Anfang setzt Supermedium auf händisch ausgewählte 3D-Welten, die miteinander verbunden sind. WebVR-Entwickler können ihr Projekt an das Team senden.

Supermedium ist auch deshalb interessant, weil das Team hinter dem VR-Browser zuvor für die Entwicklung von Mozillas WebVR-Standard A-Frame verantwortlich war.

App-Store-Ökosystem vs. VR-Zugang via Browser

Klar ist, dass das Startup die WebVR-Infrastruktur nicht alleine stemmen kann: Für die große Vision eines begehbaren 3D-Internets mit vielen verknüpften Welten muss Virtual Reality flächendeckend erfolgreich sein. Nur so wird eine kritische Masse an interessanten und nützlichen Inhalten erreicht, die Virtual-Reality-Browsing außerhalb der VR-Blase relevant machen könnte.

Die Browser-Entwickler versprechen schnelle Ladezeiten für 3D-Welten und eine bessere Auffindbarkeit von WebVR-Inhalten. Supermedium soll das Zuhause werden für kleine Spiele, VR-Shops, journalistische VR-Inhalte und VR-Webseiten aller Art. Auch Augmented-Reality-Anwendungen sollen zukünftig unterstützt werden.

„Wir haben erlebt, wie lange es gedauert hat, bis das Web für Smartphones optimiert war und auf das App-Ökosystem reagieren konnte. Bei VR lassen wir das nicht erneut passieren“, schreiben die Entwickler im eigenen Blog.

Bringt Browser-VR das Metaverse?

Der VR-Pionier Tony Parisi, der schon in den 90er Jahren an einem Standard für 3D-Darstellungen im World Wide Web arbeitete, geht davon aus, dass der VR-Zugang im Browser den Durchbruch für Virtual Reality bringt.

Parisi prophezeit eine Zukunft, in der Milliarden Menschen ihre VR-Systeme mit dem Internet verbinden, Anwendungen im Netz nutzen und so eine digitale Zwischenwelt kreieren.

„Die Hersteller von Hardware nutzen die aktuellen Store-Systeme und das App-Modell als Startpunkt, aber das ist ganz sicher nur eine Übergangsphase zum komplett vernetzten Metaverse“, glaubt Parisi.

WebVR verspricht einen unkomplizierten und plattformunabhängigen Zugang zu Virtual Reality. Doch der Webstandard steht noch am Anfang.

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