Oculus Quest ist voraussichtlich zu langsam für Hand- und Fingertracking. Anders könnte es sein mit Oculus Rift S.

Schon auf der Entwicklermesse Oculus Connect 5 im vergangenen Herbst sprach Oculus-Technikguru John Carmack über Hand- und Fingertracking für Oculus Quest – unabhängig der beiden VR-Controller.

Theoretisch möglich ist das laut Carmack, aber für Oculus Quest sei es noch zu langsam und rechenintensiv. Daher würde die Funktion wahrscheinlich nicht für Oculus Quest erscheinen. Jetzt äußert sich Carmack bei Twitter erneut zum Stand der Dinge, an dem sich seit Herbst offenbar nichts Grundlegendes geändert hat:

“Wir arbeiten aktuell viel an Fingertracking für Oculus Quest, aber es verbraucht viel zusätzliche Energie”, schreibt Carmack.

Auf dem Mobile World Congress 2019 stellte Microsoft die ebenfalls autarke Brille Hololens 2 vor mit Hand- und Fingertracking, das laut ersten Tests gut funktioniert. Allerdings kommt die Microsoft-Brille mit einem schnelleren Prozessor (Snapdragon 850 statt 835) und zusätzlichen Tiefensensoren, die auf die 3D-Erkennung und -Verfolgung optimiert sind.

Die Quest-Brille hat keine Tiefensensoren, sondern vier Weitwinkelkameras jeweils in den Ecken der Frontplatte verbaut. Die sehen die Hände zwar auch, aber wahrscheinlich ist der Rechenaufwand für die Positionsbestimmung höher, da das Kamerabild unter anderem erst entzerrt werden muss.

Fingertracking für Rift S?

Während Oculus-Quest-Käufer demnach wohl weiter mit Controllern Vorlieb nehmen müssen, könnte Hand- und Fingertracking für das vermutete Oculus-Rift-Upgrade Rift S durchaus umsetzbar sein.

Die PC-Brille hat im Vergleich Zugriff auf deutlich mehr Rechenleistung. Carmack äußert sich natürlich nicht zur noch nicht offiziell angekündigten S-Brille, sehr wohl aber zum Rechenaufwand:

Mit einem schnelleren PC-Prozessor, der nicht komplett von der VR-Anwendung ausgelastet ist, sei die Implementierung von Hand- und Fingertracking nur noch eine Frage der Qualität.

Im vergangenen Sommer zeigte Oculus präzises Hand- und Fingertracking unterstützt durch Künstliche Intelligenz. Es soll auf einer modernen Grafikkarte problemlos mit 120 Hz laufen. In bisherigen Oculus-Fingertracking-Demos sah man jedoch aufwendige Zusatzhardware im Einsatz, die noch nicht für den Endverbraucher gedacht ist.

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