Bislang gibt es nur Gerüchte, dass Oculus an einem Upgrade der Rift-Brille mit Namen Oculus Rift S arbeitet. Programmcode in der Betriebssoftware von Oculus Rift deutet nun darauf hin, dass tatsächlich eine Oculus Rift S in Entwicklung ist mit Trackingkameras ähnlich Oculus Quest.

Im November 2018 machten Gerüchte die Runde, nach denen die Arbeiten an einem Highend-Nachfolger von Oculus Rift gestoppt wurden. Facebook, so hieß es, wolle stattdessen eine leicht verbesserte, dafür günstige Version der PC-VR-Brille auf den Markt bringen. Das würde zu Facebooks Ziel passen: möglichst schnell möglichst viele Menschen in die Virtual Reality bringen.

Das “Oculus Rift S” genannte Gerät solle eine höhere Auflösung und das gleiche Trackingsystem wie Oculus Quest bieten, also vier im Gehäuse integrierte Kameras statt externer Sensoren. Das würde die Inbetriebnahme des VR-Systems bedeutend vereinfachen und wiederum die Hürden für den VR-Einstieg senken.

Integrierte Trackingkameras

Die ersten handfesten Hinweise auf eine Oculus Rift S entdeckte die Webseite UploadVR. Im Programmcode fanden die Redakteure eine Einstellung, die als “Beleuchtungsfrequenz der Rift-S-Kameras für das Anpassen an die Raumbeleuchtung” beschrieben wird. Die Einstellung ermöglicht einen Wechsel zwischen 50 und 60 Hertz sowie eine automatische Anpassung.

Da die Rift-Betriebssoftware externe Kameras als separate Geräte behandelt, könnte die Einstellung ein Hinweis darauf sein, dass die Sensoren im Gehäuse verbaut sind.

Kommt eine Budget-Rift?

Ein zweiter Fund deckt eine Einstellung für die Anpassung des Linsenabstands auf Softwarebasis auf. In der Beschreibung wird laut UploadVR ebenfalls der Name “Rift S” genannt.

Die Einstellung könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Oculus Rift S ähnlich Oculus Go ohne physischen Regler für die Anpassung des Linsenabstands erscheint. Die Einstellung würde stattdessen wie bei Playstation VR rein auf Softwarebasis vorgenommen.

Die im Frühjahr erscheinende autarke VR-Brille Oculus Quest besitzt wie Oculus Rift einen physischen Regler. Laut Oculus-Technikchef John Carmack hat die Arbeit an Oculus Quest jedoch vor der Oculus Go begonnen: Wäre dem nicht so gewesen, hätte Oculus Quest wie Oculus Go ein einzelnes LC-Display spendiert bekommen, sagte Carmack auf der Oculus Connect 5. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass Oculus Rift S ohne physischen Regler kommen könnte.

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Titelbild: Oculus, Quelle: UploadVR


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