Auf dem Mobile World Congress enthüllte Microsoft die Hololens 2. Nun gibt es erste Eindrücke zur AR-Brille.

Hinweis: Artikel von UploadVR, Engagdet und Heise.de ergänzt.

UploadVR

Für den UploadVR-Redakteur ist Hololens 2 die erste brauchbare AR-Brille.

Die Fortschritte gegenüber der Vorgängerin seien klein, aber wesentlich: Das Gerät sei leichter und bequemer zu tragen, die Handsteuerung intuitiver und natürlicher als alles bisherige im AR-Bereich. Anders als von Microsoft beworben, würde man die digitalen Objekte nicht spüren, wenn man sie mit der Hand berührt.

Das größere Sichtfeld sei keine Offenbarung, aber ein willkommenes Upgrade. Hololens 2 hat den Redakteur so begeistert wie das DK1 der Oculus Rift: Trotz vieler Schwächen erkenne man das große Potenzial. Wenn Hololens 2 das DK1 der Augmented Reality ist, dann freut sich der Tester auf die Zukunft der Technologie.

Engadget

Microsoft habe die Mixed Reality “weniger hinderlich” gemacht, schreibt Engadget.

Die AR-Brille sei viel bequemer und das Sichtfeld des Displays nun endlich brauchbar. Das Gerät müsse nur aufgezogen werden und funktioniere ohne Kalibrierung. Die seltsame Gestensteuerung gehöre der Vergangenheit an: Nun könne man beide Hände einsetzen, um natürlich mit digitalen Objekten zu interagieren.

Heise.de

Jan-Keno Janssen von Heise.de nennt Hololens 2 “viel besser [als die Vorgängerin], aber noch lange nicht gut genug”.

Nach dem Aufsetzen müsse man die Brille erstmals kalibrieren und das Display so vor den Augen justieren, dass man alle Ränder eines Kastens erkennen kann.

Das Fingertracking funktioniere “geradezu sensationell gut”: Das Greifen würde völlig intuitiv klappen, ohne dass man spezielle Handgesten kennen müsse.

Weniger begeistert ist der Redakteur vom Display: Die Auflösung sei ganz okay, das Sichtfeld aber noch immer zu klein. Zusätzlich würden die unnatürlichen Farben und die Reflektionen stören, die häufig in allen Farben des Regenbogens schillern.

Beim Tragekomfort habe Microsoft im Vergleich zum Vorgänger ordentlich nachgebessert. Janssen könne sich problemlos vorstellen, Hololens 2 zwei bis drei Stunden aufzubehalten.

The Verge

Die ursprüngliche Hololens wurde laut The Verge in drei Punkten wesentlich verbessert. Das Sichtfeld sei bedeutend größer, das Gerät trage sich besser und lasse einfachere Interaktionen mit digitalen Elementen zu: Statt komplizierte Gesten zu lernen, könne man lediglich den Finger ausstrecken und beispielsweise einen Knopf drücken.

Das AR-Display fülle nicht das gesamte Sichtfeld aus, sodass digitale Einblendungen teilweise noch immer beschnitten würden. Dies falle aber nicht mehr so stark auf.

Die AR-Elemente leuchteten dem Redakteur zufolge hell genug, die Bildqualität sei jedoch nicht perfekt: Zuweilen habe er kleine, herumspringende Halos um die Hologramme herum beobachten können. Das getestete Gerät sei noch nicht final.

Hololens sei weniger fummelig als jeder andere ihm bekannte Gesichtscomputer. Das Bild würde stets gut dargestellt, ohne dass man die AR-Brille feinjustieren müsse. Die vereinfachte Kopfhalterung wird ebenfalls gelobt.

Der Tester glaubt, dass man Hololens 2 länger als 20 Minuten bequem tragen kann. Sie sei zwar nicht bedeutend leichter als ihre Vorgängerin, die neue Gewichtsverteilung führe aber zu einem wesentlichen höheren Tragekomfort. Insgesamt fühle sich das Gerät leichter an.

Das integrierte Trackingsystem erfasse die Hände zuverlässig, auch wenn es wahrscheinlich nicht so präzise arbeite, dass man problemlos auf einer virtuellen Tastatur schreiben könne.

Der Redakteur nennt Hololens 2 ein “technisches Wunder”. Nur weil die Brille nicht an Konsumenten verkauft werde, sei sie kein unwichtiges Produkt. Hololens 2 habe das Potenzial, unsere Sicht auf Computer zu verändern.

Wired

Hololens 2 sei bequemer zu tragen als die Vorgängerbrille, schreibt Wired. Trotz des vergrößerten Sichtfelds störten noch immer unschöne Ränder: Trat der Redakteur zu nah an digitale Einblendungen, wurden sie in der Peripherie abgeschnitten.

Das Sichtfeld sei zwar verbessert und die Bildqualität erhöht worden, da die Inhalte knackiger dargestellt würden. Der Punkt, an dem Hologramme ununterbrochen sichtbar wären, sei jedoch noch nicht erreicht.

CNET

CNET stellt drei Verbesserungen gegenüber der ersten Hololens heraus: die Blickerfassung, das größere Sichtfeld und das verbesserte Handtracking. Das AR-Gerät sei außerdem viel bequemer zu tragen, jetzt auch von Brillenträgern. Bei Magic Leap One sei das nicht möglich.

Hololens 2 sei weniger wuchtig und habe eine bessere Gewichtsverteilung als das Original. Die neue AR-Brille lasse sich wie eine Baseballmütze aufsetzen. Der Redakteur lobt außerdem, dass man das Visier jederzeit hochklappen kann.

Das Sichtfeld sei deutlich größer als bei Magic Leap One, aber würde AR-Elemente noch immer anschneiden, wenn man sich ihnen nähere. Einzelne Pixel seien zu erkennen, wenn man genau hinsehe. Das Bild sei jedoch schärfer als bei herkömmlichen VR-Brillen. Die Hologramme erschienen leicht durchsichtig wie bei Hololens 1 und Magic Leap One.

In Innenräumen seien die AR-Einblendungen hell genug für Interaktionen. Das Handtracking sei “faszinierend” und wesentlich besser als das von Magic Leap One. Dennoch vermisste der Redakteur zusätzlich ein haptisches Eingabegerät wie einen Controller.

Die getestete AR-Brille sei noch nicht final: Das würde unter anderem daran erkennbar, dass die Verankerung von AR-Objekten in der realen Welt noch nicht stabil funktioniere.

Titelbild: Microsoft

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