Nreal AR-Brille startet in Japan

Nreal AR-Brille startet in Japan

Nach Südkorea startet Nreal im zweiten asiatischen Markt: Noch in diesem Jahr sollen die ersten AR-Brillen in Japan ausgeliefert werden.

Im August startete Nreal den Verkauf der Verbraucherversion der AR-Brille Nreal Light in Südkorea: Dafür suchte sich das Start-up den dortigen Telekommunikationsanbieter LG Uplus als Partner. Die günstigste Version der AR-Brille liegt bei umgerechnet rund 250 Euro in Kombination mit einem 5G-Mobilfunkvertrag.

Eine ähnliche Strategie wählt Nreal auch in Japan: Hier ist der Partner der Telekommunikationsanbieter KDDI, der Nreal Light für umgerechnet rund 560 Euro anbietet. Nreal Light soll zum Start das Sony Xperia 5 II sowie das Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G als Zuspieler unterstützen. Weitere 5G-Smartphones sollen folgen.

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Vorbestellungen sind ab sofort über einen Online-Shop möglich. Der Verkaufsstart, digital und in Ladengeschäften, ist der 1. Dezember 2020. Zum Japan-Start veröffentlicht Nreal gemeinsam mit KDDI ein neues Werbevideo, das unter anderem einen Android App-Drawer, ein digitales Display für Filme und eine virtuelle Assistentin zeigt.

Deutschlandstart mit der Telekom?

Zu einem Nreal-Start in Europa und folglich Deutschland ist noch nichts bekannt. Allerdings dürfte sich Nreal für den hiesigen Markt die Telekom als Partner gesucht haben. Die beiden Unternehmen kündigten in der Vergangenheit eine Zusammenarbeit an, um Mixed Reality in den Massenmarkt zu bringen.

Damit die AR-Brille eine realistische Erfolgschance hat, braucht sie gute Software, die im Alltag echten Mehrwert stiftet: Eben jene sollen Entwickler im Telekom Tech-Inkubator „Hubraum“ entwickeln, der im Mai startete. Hier läuft explizit ein Mixed-Reality-Förderprogramm mit Fokus auf Produktiv-Apps, Entertainment und Zukunftsideen. Erste Apps aus dem Programm sollen Ende 2020 oder spätestens Anfang 2021 vorgestellt werden.

Auf der eigenen Webseite bezeichnet die Telekom Nreal Light als „Game Changer für Mixed Reality“: Die AR-Brille sei leicht, erschwinglich und leistungsstark, biete ein gutes Display, ausgereifte Software und zapfe die Rechenleistung schneller Smartphones an.

Die Deutsche Telekom gibt sich überzeugt, dass XR in Kombination mit 5G und Edge Computing „die nächste große Sache“ wird für digitale Interaktion: „Mit diesem Gerät wird der Massenmarkt endlich möglich.“

Nreal will laut eigenen Angaben in diesem Jahr rund eine Million AR-Brillen produzieren.

Titelbild: Nreal

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