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Im Gespräch mit UploadVR bestätigt Microsoft PR-Manager Greg Sullivan, was ohnehin schon jeder mitbekommen haben dürfte: Dass die Verkaufszahlen von VR-Brillen insgesamt – also nicht nur Microsofts Windows-VR-Brillen – bisher deutlich geringer ausfielen als viele es prognostiziert hatten. Konkrete Zahlen nennt er nicht, aber die hohen Erwartungen seien nicht erfüllt worden.

Umgekehrt kämen die Geräte mehr und mehr in Unternehmen zum Einsatz. Er verweist unter anderem auf HPs kürzlich angekündigte Copper-Brille, die mit einer besonders hohen Displayauflösung in erster Linie Konstrukteure, Designer oder Architekten im Visier hat, also Berufe, die von einer visuellen 3D-Aufbereitung in hoher Qualität profitieren.

Aus der Industrie in die Wohnzimmer

Sullivan sieht diese Entwicklung prinzipiell als normal an: Der PC, Mobiltelefone, Radios, Mikrowellen und andere innovative, aber teure Technologien, seien auch zuerst im Business-Bereich durchgestartet, bevor sie sich im Endverbrauchermarkt etablierten.

Der Fokus von Microsoft liegt laut Sullivan vorerst auf Hololens 2, ebenfalls eine reine Industriebrille, deren Entwicklung aber nicht völlig entkoppelt sei von VR-Technologie. Eine Besonderheit von Microsoft sei es, dass das Unternehmen VR und AR nicht als eigene Kategorien sehe, sondern als zwei Seiten derselben Münze.

Geht man nach Sullivans Worten, dann sollte man in naher Zukunft keine größeren Ankündigungen für Windows-VR oder gar so etwas wie eine zweite, offizielle Gerätegeneration erwarten. Zuletzt stellte Microsoft sogar das Affiliate-Programm für Windows VR-Brillen ein. Xbox VR schloss Microsoft in der Vergangenheit ohnehin mehrfach aus.

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