Weshalb hat Quest 3 nur 128 GB Speicher? Das sagt Metas CTO

Weshalb hat Quest 3 nur 128 GB Speicher? Das sagt Metas CTO

Meta zeigt sich knausrig beim Speicher des Quest-3-Einsteigermodells. Metas Technikchef begründet die Entscheidung.

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Meta Quest 3 kommt in zwei Ausführungen (auch SKUs genannt): einmal mit 128 Gigaybte Speicher für 550 Euro und einmal mit 512 Gigabyte Speicher für 700 Euro. Die günstigere Variante kommt demnach mit 128 statt 256 GB Speicher, was zu diesem Gerätepreis einigermaßen erstaunt.

Der Speicher des Einsteigermodells ist knapp bemessen: Zieht man den Speicher ab, den die Systemsoftware belegt, bleiben noch etwa 100 GB für Spiele, Apps und Medien. Die meisten VR-Spiele belegen 1-3 Gigabyte, doch es gibt populäre VR-Spiele wie Resident Evil 4 und Red Matter 2 (beide 8 GB), Iron Man VR (10 GB) und The Walking Dead: Saints & Sinners 2 (12 GB), die ein Vielfaches davon beanspruchen. Und kommende Spielebrocken wie Asgard’s Wrath 2 dürften noch eins drauflegen.

Der Lebenszyklus der Quest 3 hat gerade erst begonnen und VR-Spiele, die für das neue Headset optimiert sind, benötigen von sich aus mehr Speicher. Was heute noch ausreichend scheint, könnte in ein oder zwei Jahren zu wenig sein und Nutzer:innen zwingen, Spiele regelmäßig zu deinstallieren, um Platz auf ihrem Gerät zu schaffen.

Metas Antwort auf die Kontroverse erstaunt

Bei Meta Quest 2 verhielt es sich ähnlich: Das Einsteigermodell des Geräts kam mit 64 GB Speicher auf den Markt, was sich als knapp erwies und Meta ein Jahr nach Launch dazu bewegte, den Speicher auf 128 GB aufzurüsten. Wer das kleinere Speichermodell gekauft hatte, schaute in die Röhre. Würde 2024 das Gleiche mit Quest 3 passieren, wäre das mehr als ärgerlich.

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Dass Quest 3 für 550 Euro nicht mit 256 GB Speicher kommt, ist bedauerlich. Aber offensichtlich wollte Meta hier Kosten sparen. Die Frage ist, ob der an der richtigen Stelle.

In seiner jüngsten Frage-und-Antwort-Runde auf Instagram bezog Metas Technikchef Andrew Bosworth Stellung. Hier ist seine Äußerung im Wortlaut:

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"Mir ist bewusst, dass es sich um ein teureres Headset handelt und der Speicher hat einen nicht unerheblichen Anteil am Gesamtpreis. Wir wollten mit 128 GB ein relativ günstiges Headset anbieten. Leute, die in erster Linie von ihrem PC streamen oder das Headset hauptsächlich für Social oder Arbeit verwenden, brauchen vielleicht nicht mehr Speicher. Wir dachten also, dass dies sinnvoll für sie wäre. Diejenigen, für die das Gerät wirklich eine immersive Spielkonsole ist und die es als autarkes Gerät verwenden, wünschen sich mehr Speicher und darauf haben wir ebenfalls geantwortet. Wir glauben, dass der Markt nach diesen beiden Preispunkten und diesen beiden Speicher-SKUs verlangt, und bisher deuten die Verkaufsdaten darauf hin, dass das auch stimmt."

Welche Speichervariante ist die richtige für euch?

Bosworth bezieht sich auf den Umstand, dass die 512-GB-Version vielerorts schon kurz nach Launch vergriffen war. Dies geschah, weil die Fans und Enthusiast:innen sofort nach dieser Variante gegriffen hatten.

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Aber Bosworths Argumentation wirft Fragen auf: Meint er, dass die VR-Fans, die das Gerät autark nutzen wollen, gleich zur 512-GB-Version greifen sollten? Das wären dann wohl mindestens 90 Prozent der Nutzer:innen. In diesem Fall richtete sich das Gerät für Meta primär an Enthusiast:innen, die bereit sind, für ihr Hobby tiefer in die Tasche zu greifen. Dafür spräche auch das krass überteuerte offizielle Quest-3-Zubehör.

Doch wie steht es um die, die kein prall gefülltes Portemonnaie haben? Diese werden die Unannehmlichkeiten einer regelmäßigen Speicherverwaltung hinnehmen müssen und hoffen, dass kommende Kracher wie Asgard’s Wrath 2 nicht 50 oder mehr Gigabyte belegen.

Und was ist mit jenen, die neben Spielen viel Medien konsumieren und immersive Videos auf ihrer Quest 3 speichern möchten? Denen würde ich empfehlen, in den sauren Apfel zu beißen und zur 512-GB-Version zu greifen. Oder ein Jahr abzuwarten und zu schauen, ob Meta nicht doch mit einer 256-GB-Variante um die Ecke kommt.

Quellen: Boztank @ Instagram