Meta Quest 2: Nach vier Jahren kommt endlich lokaler Multiplayer

Meta Quest 2: Nach vier Jahren kommt endlich lokaler Multiplayer

Spiele und Erfahrungen, die man mit Freunden im gleichen Raum erlebt: Metas neue Schnittstelle eröffnet ganz neue Möglichkeiten.

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Es ist mehr als vier Jahre her, dass Meta zum ersten Mal lokalen Multiplayer vorführte.

Im September 2018 konnten Besucher:innen der Oculus Connect 5 in eine 450 Quadratmeter große Spielarena treten und sich mit Meta Quest virtuelle Schussgefechte liefern. Externe Sensortechnik wurde nicht benötigt.

Die Idee hatte großes Potenzial, gerade für VR-Arcades, die auf teures Trackingzubehör und Rucksack-PCs verzichten wollen.

Weil Meta das Konzept überraschenderweise nicht mehr weiterverfolgte, entwickelten Studios eigene Lösungen. Space Pirate Trainer etwa bekam einen neuen Spielmodus mit lokalem Multiplayer. Da eine offizielle Schnittstelle fehlte, blieben solche Erfahrungen jedoch eine Seltenheit.

Bühne frei für lokalen Multiplayer

Das dürfte sich bald ändern. Im Rahmen der Meta Connect 2022 kündigte Meta eine Schnittstelle für lokalen Multiplayer an: die Shared Spatial Anchors API.

Diese Schnittstelle ist eine Erweiterung der 2021 veröffentlichten Spatial Anchors API. Während letztere eine dauerhafte räumliche Verankerung digitaler Objekte im Raum ermöglicht, lässt die Shared Spatial Anchors API Ankerpunkte zwischen zwei oder mehr Quest-Nutzer:innen teilen, die sich im gleichen Raum aufhalten.

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„Durch das Laden gemeinsamer Anker können Nutzer:innen einen gemeinsamen Bezugsrahmen schaffen, sodass Personen, die sich im selben physischen Raum befinden, dieselben virtuellen Inhalte sehen und mit ihnen interagieren können“, erklärt Produktmanagerin Shirlene Lim in einer Developer Session (Facebook-Link).

Neue Erfahrungen für Meta Quest (Pro)

In Kombination mit anderen Meta-Quest-Schnittstellen, die Mixed Reality und Raumerkennung freischalten, könnten so aufregende neue Spielkonzepte entstehen.

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Meta führte erste Beispiele vor wie Beatshapers, ein Spiel, in dem sich Quest-Nutzer:innen auf dem Wohnzimmerboden Schlachten mit ferngesteuerten Panzern liefern oder Spatial Ops, das die eigenen vier Wände in eine Lasertag-Arena verwandelt.

Die neue Schnittstelle soll auch Produktivszenarien verbessern: Meta arbeitet an einem neuen Feature für Horizon Workrooms namens Magic Room, das die virtuelle Zusammenarbeit mithilfe gemeinsamer Ankerpunkte erleichtert, egal, ob man sich im gleichen physischen Raum oder weit entfernt befindet. In obigem Keynote-Videoausschnitt stellt Mark Zuckerberg das Magic-Room-Konzept vor.

Erste lokale Mixed-Reality-Spiele kommen wohl 2023

Lokaler Multiplayer ist an sich nichts Neues im VR- und AR-Bereich. Smartphone-AR in Form ARKit und ARCore unterstützt seit geraumer Zeit geteilte Erfahrungen und das autarke VR-Headset Vive Focus 3 bietet ebenfalls lokalen Multiplayer für Arcades.

Spannend an der Einführung von Metas Schnittstelle ist, dass dieses Feature zum ersten Mal in ein weit verbreitetes Headset Eingang findet und Entwickelnde entsprechende Spiele und Erfahrungen für die breite Masse entwickeln können.

Die Shared Spatial Anchors API soll noch dieses Jahr an Entwickelnde ausrollen. 2023 dürften dann die ersten Games mit lokalem Multiplayer im Oculus Store erscheinen. Meta kündigte die Einführung einer eigenen Mixed-Reality-Kategorie an, um für solche Inhalte zu werben.

Die vollständige Developer Session könnt ihr euch bei Youtube anschauen.

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Quellen: Oculus Developer Blog