Sieben Jahre lang soll eine Abteilung des Spezialeffektstudios Weta an “Dr. Grordbort’s Invaders” für Magic Leap One gearbeitet haben. Nun spricht der Projektleiter über die Entstehung des AR-Spiels und verrät dabei interessante Details über die Entwicklung der AR-Brille.

In Dr. Grodbort’s Invaders öffnen sich Portale in der realen Welt, aus denen feindselige Roboter strömen. Der AR-Brillenträger wehrt sie mit dem räumlich erfassten Controller der Magic Leap One ab, der dank Augmented Reality zu einer mächtigen Waffe wird.

VRODO-Podcaster Tobias Kammann konnte das AR-Spiel testen und bezeichnete es als “die wohl schönste App, die man derzeit durch eine AR-Brille betrachten kann”. Besonders beeindruckt hat ihn der Verdeckungseffekt: So würden die Roboterbeine glaubhaft hinter einem Wohnzimmertisch verschwinden. Seinen vollständigen Test könnt ihr hier nachlesen .

Hard- und Software wurde parallel entwickelt

Das Entwicklerteam soll zeitweise auf bis zu 55 Personen angewachsen sein, verrät der Projektleiter Greg Broadmore in einem Interview mit Venturebeat.

Die Entwicklungszeit soll laut früheren Aussagen sieben Jahre betragen haben. Broadmore präzisiert: “Um brutal ehrlich zu sein, in den ersten fünf Jahren haben wir nicht wirklich ein Spiel gemacht. […] Wir probierten verschiedene Dinge aus und experimentierten. Wir haben mit Magic Leaps Soft- und Hardwareteam zusammengearbeitet und deren neueste Versionen ausprobiert.”

Erst in den letzten zwei Jahren habe sich der Fokus verstärkt. In den letzten sechs Monaten sei das eigentliche Spiel entstanden.

Für ein Gerät entwickeln, das nicht existiert

Broadmore Ausführungen verraten, dass Magic Leap seine hochfliegenden AR-Ambitionen erst sehr spät in ein konkretes Produkt überführte. Er beschreibt seine Eindrücke des ersten Displayprototyps, dem Magic-Leap-Mitarbeiter den Übernamen “Beast” gaben – eine Anspielung auf dessen monströße Größe.

Broadmores Team habe lange Zeit unter dieser technischen Prämisse gearbeitet. Ein konkretes Gerät, für das man entwickeln könne, habe nicht existiert. “Wenn wir so tun, als würde dieses Ding existieren, dann werden wir schon eine Lösung finden”, fasst Broadmore die Herangehensweise zusammen und deutet an, dass Magic Leap die AR-Brille binnen nur eines Jahres baute.

Broadmore sei zufrieden damit, was Magic Leap One leiste und sein Team würde weiter mit der Technologie experimentieren. Noch in diesem Jahr soll mehr Software für die AR-Brille aus dem Hause Weta erscheinen und “noch weiter gehen” als Dr. Grordbord’s Invaders, verspricht Broadmore.

Titelbild: Weta Workshop

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