Nach großem Hype schrammte Magic Leap im Mai haarscharf an der Firmenpleite vorbei. Nach wie vor steht das Unternehmen auf der Kippe, das noch vor ein paar Jahren die Welt verändern wollte. Was ging schief?

Ehemalige Angestellte von Magic Leap werfen Firmengründer Rony Abovitz schlechte Führung vor: Sämtliche Entscheidungen hätte Abovitz treffen wollen, er habe aber nicht die notwendige Zeit investiert, sich mit Details zu befassen, berichtet Bloomberg nach Gesprächen mit mehreren Quellen. Auch das Feedback-Verhalten bei Projekten von Angestellten sei sprunghaft gewesen.

Letztlich sei das Unternehmen wie gelähmt gewesen: Es konnte die große Brillen-Vision technisch nicht erfüllen, Abovitz sei aber auch nicht der Lage gewesen, die selbstgesteckten Ziele zu reduzieren.

“Rony glaubt wirklich daran und hat sein Bestes gegeben”, sagt die ehemalige Angestellte Spencer Lindsay. “Doch er konnte keine Zugeständnisse an die Realität machen.”

Investor: “Wir hatten alle Kool-Aid getrunken”

Eine Business-Entscheidung von Abovitz war, eine ehemalige Motorola-Fabrik in Florida zu einer Magic-Leap-Manufaktur umzubauen. Er wollte im Apple-Stil eigene Hardware herstellen. Die einzelnen Komponenten wurden dann nach Mexiko transportiert und dort zur Magic-Leap-Brille (Test) zusammengesetzt.

“Ich bin mir nicht sicher, warum es niemanden gab, der gesag…

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