Der japanische Telekommunikationskonzern NTT DoCoMo steigt bei Magic Leap ein.

Auf Magic Leaps circa 2,3 Milliarden US-Dollar Investorenkapital insgesamt zahlt der japanische Telekommunikationskonzern NTT DoCoMo weitere 280 Millionen US-Dollar ein. Nach Google (> 500 Millionen) und Alibaba gehört NTT damit zu den größten Investoren von Magic Leap.

NTT sei ein “vorausschauendes Unternehmen”, kommentiert Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz die Investition. Die Zusammenarbeit sei sowohl für Magic Leap als auch für Japan wegweisend.

Augmented Reality sei ein möglicher Schritt hin zum nächsten Internet, so Abovitz. Für die Zukunft müsse Magic Leap jedoch überzogene Erwartungen besser managen.

Magic Leaps vierte Finanzierungsrunde über bislang fast eine Milliarde US-Dollar wird laut Abovitz erneut geöffnet. Das Unternehmen sei in Gesprächen mit weiteren Investoren. Zuletzt flossen im Frühjahr 2018 rund 400 Millionen US-Dollar.

Ohne Investoren geht noch lange nichts bei Magic Leap

Zwar hat der AR-Brillenhersteller die Startup-Phase längst hinter sich gelassen und ein Produkt am Markt. Doch mit einer prototypischen Technologie zu einem hohen Preis für eine Minizielgruppe lässt sich kein Unternehmen mit mehr als 1.600 Angestellten an Standorten in aller Welt unterhalten. Noch dazu sind viele Angestellte gut bezahlte Fachkräfte: Computerwissenschaftler, Programmierer, Ingenieure.

Solange das Produkt also keine signifikanten Einnahmen generiert, müssen Investoren weiter Kapital beisteuern. Das braucht Magic Leap dringend für die Fortentwicklung der Technologie, die gerade mal so in den Kinderschuhen steckt.

Hinzu kommt, dass Magic Leap mit Microsoft und Hololens 2 starke Konkurrenz hat: Microsoft dominiert den B2B-Markt für AR-Anwendungen und schnappte Magic Leap einen lukrativen Deal mit dem US-Militär weg.

Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sind weiter notwendig, um (vielleicht) eines Tages eine AR-Brille für jedermann auf den Markt bringen zu können. Ob und wann das passiert, weiß wahrscheinlich nicht einmal Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz selbst. Der bezeichnet die Forschungskosten aktuell als “substanziell”. Das mögliche Forschungsergebnis sei es allerdings ebenso.

Quelle: New York Times, Titelbild: Magic Leap

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