Komodos & Mantas: Neuer VR-Film entführt in Inselparadies

Komodos & Mantas: Neuer VR-Film entführt in Inselparadies

Im VR-Film „Komodo“ besucht ihr die gleichnamige Insel und Heimat der Komodowarane. Ich habe mir den immersiven Naturfilm angesehen.

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Auf der Reise ins indonesische Archipel begleiten euch der Weltrekord-Freitaucher William Winram, der Ozeanforscher Lukas Müller und die Meeresbiologin Andrea Marshall.

Der VR-Film dauert rund 20 Minuten und spielt größtenteils unter Wasser. Hier werdet ihr Zeuge von Komodos Korallenriffen und schwimmt mit Fischen und Haien. Diesem Idyll stehen Bilder einer tickenden Naturkatastrophe entgegen: der durch Treibhausgase herbeigeführten Versauerung der Meere, die allmählich zu einem Korallensterben führt. Die Folge: Die einst bunten Lebensräume weichen einer gräulichen, toten Masse.

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Natur und Menschenwerk

Später geht es an Land, wo die mächtigen Komodowarane, die größten lebenden Echsen der Welt, über einen braunen Sandstrand stolzieren. Die Filmemacher kommen den ebenso prachtvollen wie gefährlichen Geschöpfen sehr nah und filmen die Raubtiere und wendigen Schwimmer sowohl an Land als auch im Meer.

Der dritte große Star dieses Naturfilmes neben den Korallenriffen und den Komododrachen sind Riffmantas. Minutenlang könnt ihr den riesigen Meereslebewesen beim Schwimmen zuschauen und erlebt sogar ein Balzritual mit, bei dem ein Mantaweibchen einen anmutigen Tanz vollführt.

Unberührt ist diese Natur keineswegs. Die paradiesischen Bilder werden mit Aufnahmen schockierender Umweltzerstörung kontrasiert: Komodos Strände und Korallenriffe, die mit von weither angeschwemmtem Plastik verschmutzt sind. Die Schönheit der Natur und der Preis der Zivilisation: Das sind die Grundthemen, die sich durch die Dokumentation ziehen.

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Tolle Szenen, magere Bildqualität

Technisch hinkt der VR-Film den spektakulären Orten und Szenen nach: Die Bildqualität ist durchschnittlich und gerade unter Wasser verlieren die Aufnahmen an Kontrast und Schärfe, was äußerst bedauerlich ist. Die Aufnahmen liegen in monoskopischen 360-Grad vor. Das erlaubt einen Rundumblick, bei dem sich allerdings kein Tiefeneindruck einstellt.

Komodo ist deshalb nur Naturfilmfans zu empfehlen. Wer Naturaufnahmen in beeindruckender Qualität sucht, wird bei Attenborough-Filmen Micro Monsters und Kingdom of Plants fündig.

Komodo: A Paradise Under Pressure gibt es für Oculus/Meta Quest (2) im App Lab, für Oculus Rift (S) im Rift Store und für PC-VR-Brillen bei Viveport. Der VR-Film kostet auf allen Plattformen 3,99 Euro. Ich habe mir Komodo auf der Quest 2 (Test) angeschaut, wo der VR-Film satte 8,7 Gigabyte belegt.

Mehr Hintergründe zur Entstehung des VR-Films gibt es auf William Winrams Webseite.

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