Das Startup KatVR ist durch seine VR-Laufmaschinen bekannt geworden. Nun hat das Unternehmen eine neue und einfachere Lösung für künstliche Fortbewegung vorgestellt.

“KAT Loco” besteht aus drei Sensoren, die an der Hüfte und den Fußgelenken befestigt werden. Die Geräte erfassen Bewegungen des Unterkörpers und senden die Daten drahtlos ans Spiel. Die Latenz soll 20 Millisekunden betragen.

Kat Loco bietet offenbar kein präzises 3D-Tracking wie HTCs Vive Tracker. Die Sensoren dienen in erster Linie dazu, reale Bewegungen zu registrieren und in virtuelle umzusetzen: Der VR-Nutzer läuft auf der Stelle und bewegt sein Alter Ego damit durch virtuelle Welten. Das soll immersiver sein, als wenn man bloß den Analogstick bedient und zudem gegen VR-Übelkeit helfen. Ähnliche Lösungen gibt es von WalkOVR und Natural Locomotion (rein softwarebasiert).

Das System erkennt zudem, wenn man ein Bein nach hinten oder zur Seite streckt. In der Virtual Reality kann man sich so rückwärts oder seitlich bewegen. Streckt man den Fuß nach vorne, läuft der Avatar automatisch. Das soll Ermüdungserscheinungen bei virtuellen Fußmärschen und Wanderungen vorbeugen. Ein Sensor wiegt 35 Gramm und soll rund zehn Stunden durchhalten, bevor er geladen werden muss.

Damit Kat Loco funktioniert, müssen Entwickler die Funktionalität in ihre Apps integrieren. Das System soll mit Oculus Rift, SteamVR, Playstation VR und Viveport kompatibel sein.

Eine derzeit laufende Kickstarter-Kampagne findet man hier. Das aktuell günstigste Angebot beträgt 119 US-Dollar für das Sensoren-Komplettpaket. Ausgeliefert werden soll das Set im August 2019.

Frühere Produkte des Unternehmens sind die Laufmaschinen KAT Walk (siehe Hands-on) und KAT Walk Mini.

Titelbild: KatVR

Mehr lesen über VR-Fortbewegung:


MIXED-Podcast #150: Valve Index und Apples AR-Augen | Alle Folgen


Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.