Ist Kaugummi der Endgegner für Motion Sickness in VR?

Ist Kaugummi der Endgegner für Motion Sickness in VR?

Forschende sehen Kaugummi als einfaches Mittel gegen Motion Sickness. Sorgt kauen wirklich für ein besseres Virtual Reality-Erlebnis?

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Motion Sickness ist in der Geschichte der Virtual Reality ein heiß diskutiertes Thema. Hersteller und Forschende gleichermaßen arbeiten an immer neuen Möglichkeiten, Symptome wie Übelkeit, Desorientierung oder Schwindel zu verhindern. Glücklicherweise tritt Motion Sickness mit Voranschreiten der Technik immer seltener auf.

Findige Software-Entwickler:innen tüfteln laufend Gameplay-Mechaniken aus, die VR-Spiele für alle VR-Nutzer:innen zugänglich machen. In seltenen Fällen reicht schlaues Gamedesign allein aber nicht aus. Forschende des Fraunhoferinstitutes Bonn haben sich deshalb der Sache angenommen und mit Kaugummi einen interessanten Ansatz zur Symptombekämpfung entdeckt.

Ein VR-Rundflug zur Messung von Motion Sickness

Insgesamt 77 Proband:innen wurden in drei Arbeitsgruppen aufgeteilt, die allesamt einen fünfzehnminütigen Helikopterrundflug in der Virtual Reality erlebten. Die erste Gruppe kaute während der VR-Erfahrung Pfefferminz-Kaugummi. Eine weitere Gruppe musste Ingwergeschmack ertragen und der Kontrollgruppe wurde das Kauen gänzlich verwehrt.

Die Teilnehmenden sollten ihr Befinden gemäß dem Simulator Sickness Questionnaire (SSQ) jeweils am Anfang und am Ende des Experiments einordnen. Zudem sollten alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen während des Flugs jede Minute ihr aktuelles Befinden auf der Fast Motion Sickness Scale (FMS) angeben.

Wie Kaugummi Motion Sickness verhindert

Obwohl Ingwer häufig als Hausmittel gegen Motion Sickness empfohlen wird, machte Pfefferminz-Geschmack einen ähnlich guten Job. Einen feststellbaren Unterschied zwischen den Geschmacksrichtungen gab es nicht. Beide Gruppen litten im Schnitt weniger an Symptomen einer visuell indizierten Bewegungsübelkeit als die Gruppe ohne Kaugummi.

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Die Forschenden schließen daraus, dass sich sowohl ein als angenehm empfundener Geschmack als auch der Kauvorgang an sich positiv auf Wohlbefinden auswirken können. Die genauen Ergebnisse findet ihr im kürzlich veröffentlichten Forschungspapier.

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Hat Sony ein Mittel gegen Motion Sickness in die PSVR2 integriert?

Interessanterweise berufen sich die Forschenden in ihrem Papier unter anderem auf Studien aus den Jahren 2015 und 2018, die sich ebenfalls mit dem Thema befassten. Dabei zeigten Wissenschaftler:innen, dass Motion Sickness durch Vibrationen am Kopf gelindert werden könne. Auch hier greift der Ablenkungs-Effekt.

Ein Mann hat die Playstation VR nach oben geschoben und macht sich Noitzen auf einem iPad.

Haben Sonys Entwickler:innen ihre Hausaufgaben gemacht und ein Mittel gegen Motion Sickness gefunden? | Bild: Pexels / Tima Miroshnichenko

Möglich, dass Sony mit dem angekündigten Haptik-Feature an der PlayStation VR 2 neben einem immersiven Erlebnis auch ein Mittel gegen Motion Sickness in die VR-Brille integriert hat.

Seht euch dazu auch die MIXEDCAST Folge 281 auf YouTube an. Ich krame jetzt erst mal meine alte PSVR raus und teste, ob ich DOOM VFR mit Kaugummi im Mund überstehe – nur auf den Ingwer-Geschmack werde ich verzichten.

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