Im Metaverse wohnen: Entwickler zeigt Mixed-Reality-Wohnung

Im Metaverse wohnen: Entwickler zeigt Mixed-Reality-Wohnung

Unitys UX-Zauberkünstler Greg Madison zeigt sein neuestes Interface-Experiment. Es gibt einen Vorgeschmack auf digitales Wohnen im Metaverse-Zeitalter.

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Es existieren zahlreiche, vielschichtige Metaverse-Definitionen: von rein virtuellen 3D-Welten bis zu einer flächendeckenden Digitalerweiterung der echten Welt. Was genau ist das Metaversum? Diesen Konsens gibt es noch nicht.

Abseits dieser recht theoretischen Debatten lässt sich die grundlegende Prämisse hinter der neuen Technologiebewegung jedoch in einem einfachen Satz beschreiben: Die Realität wird digitaler, das Digitale wird realer. Unitys UX-Designer Greg Madison zeigt das anschaulich in seiner neuesten Demo.

Real und virtuell – die Grenze verschwimmt

Für sein neues Projekt fertigte Madison einen digitalen Zwilling einer Wohnung an. In die Dimensionen dieses digitalen Zwillings baute er mit einer 3D-Engine eine virtuelle Variante der Wohnung, die er durch eine VR-Brille in Virtual Reality sehen und begehen kann. Die Idee ist nicht neu, Demos dieser Art gab es in den letzten Jahren zahlreich.

Doch Madison möchte etwas anderes veranschaulichen, nämlich den stufenlosen Wechsel zwischen den Realitäten: der Realität, wie wir sie hauptsächlich kennen, und der Virtual Reality. Madison nennt die beiden Realitätsformen augmentierte reale Virtualität und de-augmentierte Virtuelle Realität.

Für seine Demonstration schuf sich Madison ein kleines digitales Guckfenster, durch das er von der einen in die andere Welt schauen kann. Bei der augmentierten realen Virtualität schaut er durch das Fenster in die Virtual-Reality-Wohnung. Bei der de-augmentierten Virtual Reality schaut er aus der virtuellen Wohnung in die reale. Der Wechsel zwischen den Welten funktioniert stufenlos.

Video: Greg Madison

Madisons Wohnung existiert also doppelt: in ihrer realen Version und in einer virtuellen. Dank VR und AR kann sich Madison in beiden Wohnungen oder in einer Mischform bewegen – sofern er eine VR- und AR-fähige Tech-Brille trägt.

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Mit Meta Quest 2, die Madison in seiner Demo nutzt, funktioniert das rudimentär in schwarzweiß. Mit zukünftigen Geräten wie Quest Pro und einer möglichen Apple-Brille wird diese Mixed-Reality-Mischwelt in höherer Qualität und in Farbe möglich.

„Viele digitale Schichten zur selben Zeit“

„Wie oft das Marketing auch alternative Realitäten umbenennen wird, am Ende werden wir durch viele digitale Schichten gleichzeitig gehen. Diese Revolution beginnt bei euch zu Hause“, kommentiert Madison sein Video.

Der frühere Magier und UX-Profi ist bekannt für seine Demo-Videos, die einen Ausblick auf eine mittelfristige Zukunft in einer digital-realen Mischwelt geben sollen. In der Vergangenheit zeigte Madison unter anderem eine Mixed-Reality-Wohnung als Gaming-Fläche und einen semi-virtuellen Computer.

Madison stellt im 3D-Gestaltungswerkzeug „Shapes XR“ für Meta Quest zudem eine Demo zur XR-Mischwelt bereit. Die App gibt es kostenlos im Oculus Store. Mit dem Code „EW9XZ5A5“ kommt ihr in den von Madison eingerichteten Raum.