Huch, was zeigt Mark Zuckerberg denn hier?

Huch, was zeigt Mark Zuckerberg denn hier?

Mark Zuckerberg bahnt eine Partnerschaft an, die kritisch werden wird für Augmented Reality. Ein Bild sagt alles.

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Am Mittwoch postete Mark Zuckerberg auf Facebook ein Foto von sich und Leonardo Del Vecchio, dem Gründer und Vorsitzenden des weltgrößten Brillenherstellers EssilorLuxottica.

Meta kooperiert schon länger mit dem Brillenmonopolisten. Gemeinsam entwickelten die Unternehmen die Ray-Ban Stories, eine mit Technik vollgestopfte Ray-Ban-Brille, die im September 2021 auf den Markt kaum. Sie kann Bilder und Videos aufzeichnen sowie Audio wiedergeben. Optisch unterscheidet sie sich kaum von einer herkömmlichen Ray-Ban-Brille.

Die Stories-Brille ohne Ummantelung gibt den Blick frei auf das Innenleben mit Chips und Kameras.

Das Inner d Ray-Ban Stories. | Bild: Meta

Das Foto wurde in Mailand aufgenommen, wo Luxotticas Hauptsitz ist. Mark Zuckerberg reiste nach Mailand, um mit Del Vecchio und dem EssilorLuxottica-Team „Pläne für neue Datenbrillen zu besprechen“, heißt es in dem Facebook-Post.

Meta braucht EssilorLuxottica

Eine neue, verbesserte Version der Ray-Ban Stories ist bereits in Entwicklung. Die Frage ist, ob sich EssilorLuxottica auch an Metas erster echter Datenbrille mit Codenamen Hypernova sowie Project Nazare beteiligt, Metas erster vollwertiger AR-Brille. Beide Geräte zielen auf Alltagstauglichkeit und haben anders als die Ray-Ban Stories ein Display verbaut. Deren Marktstart ist laut einem Roadmap-Leak für 2024 angesetzt.

Meta musste sich für die Ray-Ban Stories an enge Formvorgaben halten. Eine weitergehende Kooperation wird wohl davon abhängen, ob es Meta schafft, die AR-Technik in einem ähnlich schmalen Formfaktor unterzubringen.

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Die Ray-Ban Stories hat ein klassisches Design und ist kaum von einer normalen Sonnenbrille zu unterscheiden. | Bild: Ray-Ban / Meta

Die Partnerschaft mit EssilorLuxottica ist von großer Bedeutung für Meta. Wenn die Augmented-Reality-Industrie etwas gelernt hat in den letzten zehn Jahren, dann doch dieses: dass smarte Brillen schön und unauffällig sein müssen, damit sie Menschen in der Öffentlichkeit tragen.

EssilorLuxottica hat die modische Expertise und kann Daten- und AR-Brillen dorthin bringen, wo sie am ehesten entdeckt und gekauft werden: in Brillengeschäfte. Auch die Ray-Ban Stories wird von EssilorLuxottica vertrieben.

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Zuckerberg demonstriert Armband mit Hirnsteuerung

Meta hat neben Hypernova und Nazare noch ein weiteres futuristisches Produkt in der Hinterhand: ein Armband, das elektrische Hirnsignale am Handgelenk abfängt, mittels maschinellem Lernen interpretiert und in Computerbefehle übersetzt.

Mit dem Gerät soll es dereinst möglich sein, Benutzeroberflächen allein durch Mikrobewegungen der Finger zu bedienen. Auf dem Foto sieht man, wie Del Vecchio einen Prototyp des Armbands ausprobiert.

Metas Prototyp des EMG-Armbands (Bildausschnitt).

Der gezeigte Prototyp ist noch recht klobig. | Bild: Mark Zuckerberg

Metas Ziel ist, dass kommende Daten- und AR-Brillen mit dem Armband bedient werden, was unauffälliger, effektiver und einfacher wäre als durch Sprachbefehle und Handtracking. Gelingt es Meta, die Technologie massentauglich zu machen, könnte sie die Mensch-Computer-Schnittstelle ähnlich revolutionieren wie die Maus und Tastatur und das Touch-Display.

Einem Bericht zufolge will Meta in diesem Jahr eine erste Smartwatch auf den Markt bringen. Doch erst die dritte Version soll die Hirnsteuerung einführen: 2024, rechtzeitig zum Launch von Hypernova und Nazare.

Quellen: Mark Zuckerberg (Facebook-Link)

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