Mozilla macht die Social-VR-Welten von Hubs dezentral in der Amazon Cloud verfügbar.

Mit Hubs Cloud von Mozilla können Unternehmen und Organisationen private Instanzen einer Hubs-Welt auf einem AWS-Server erstellen. In den 3D-Umgebungen treffen sich Menschen digital als Avatare verkleidet, sprechen, interagieren und kollaborieren miteinander. Die Software ist mit VR-Brillen, dem Monitor oder Smartphones kompatibel.

Hubs Cloud basiert auf der gleichen Software-Architektur wie die Web-Version. Unternehmen können die Software über ein Admin-Panel auf die eigenen Bedürfnisse anpassen, beispielsweise bestimmte Avatare und Szenen hinzufügen oder das Branding anpassen. Eigene Umgebungen können mit Mozillas Software “Spoke for Hubs” entworfen werden.

Über ein Admin-Panel können Unternehmen und Organisationen ihre Hubs-Instanz anpassen. Bild: Mozilla

Über ein Admin-Panel können Unternehmen und Organisationen ihre Hubs-Instanz anpassen. Bild: Mozilla

Arbeit und Events in einer Avatar-Welt

In Hubs können Web-Inhalte hinzugefügt werden, sodass es möglich ist, beispielsweise Videokonferenzen oder Livestreams mit einem Avatar-Chat zu kombinieren.

Als Beispiel nennt Mozilla die wissenschaftliche Tech-Konferenz IEEE, die wegen des Coronavirus ins Digitale wechselte und dort Rudelgucken für Videos organisierte ebenso wie Poster- und Breakout-Sessions in geteilten Räumen.

Eine Szene aus der digitalen IEEE mit VR-Elementen. Bild: Mozilla

Eine Szene aus der digitalen IEEE mit VR-Elementen. Bild: Mozilla

Laut Mozilla setzen Unternehmen Hubs auch für Nischenthemen ein, die von der 3D-Darstellung profitieren. Als Beispiele nennt das Unternehmen die Visualisierung und Rekonstruktion von Unfällen.

Im Bildungssektor würde ebenfalls mit Hubs experimentiert – in den nächsten Monaten möchte Mozilla erste Beispiele präsentieren.

Mozilla bietet Hubs Cloud derzeit als Early-Access-Version in einer Personal- und Enterprise-Edition für die Amazon Cloud an, die sich durch das bereitgestellte Volumen und somit durch den Preis unterscheiden. Die Enterprise-Edition liegt bei 0,20 US-Dollar pro Stunde, die Personal-Edition bei 0,056 US-Dollar pro Stunde. Weitere Informationen zur Installation und Nutzung stehen auf der offiziellen Webseite zu Hubs Cloud.

Mozilla will Hubs in der Zukunft weiter ausbauen und dezentralisieren: Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass eine umfassende digitale 3D-Zwischenwelt im Metaverse-Stil ähnlich wie das Internet im offenen Web entsteht statt zentral bei einem einzelnen Anbieter.

Hubs soll in den nächsten Monaten neben Amazon bei weiteren Cloud-Anbietern zur Verfügung stehen. Digital Ocean ist die nächste Zielplattform der Entwickler.

Quelle: Mozilla

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