Huawei hat zwei neue Marken angemeldet, jeweils für eine AR- und eine VR-Brille. Auf der IFA 2019 Anfang September könnten die Geräte vorgestellt werden.

Das chinesische Tech-Unternehmen Huawei hat beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum zwei neue Marken angemeldet: eine heißt “Huawei AR Glass”, die andere “Huawei VR Glass”. Beide Marken sind in der Nizza-Klasse neun gemeldet, zu der unter anderem Datenbrillen und VR-Brillen gehören.

Die Marken Huawei AR Glass und VR Glass wurden Mitte August angemeldet. Die dazugehörige Hardware könnte auf der IFA 2019 Anfang September gezeigt werden. Bild: LetsgoDigital

Die Marken Huawei AR Glass und VR Glass wurden Mitte August angemeldet. Die dazugehörige Hardware könnte auf der IFA 2019 Anfang September gezeigt werden. Bild: LetsgoDigital

Im Gespräch mit CNET bestätigte Huaweis Consumer-Business-Chef Richard Yu im vergangenen November die Entwicklung einer Augmented-Reality-Brille fürs Smartphone.

“Am Anfang mag es sich so anfühlen, als sei Augmented Reality nutzlos … aber in der Zukunft werden wir immer mehr Wert darin erkennen”, sagt Yu.

Huawei AR: Vorerst nur mit Audio?

Möglich, dass es sich bei Huawei AR Glass um die erstmals Ende März vorgestellte Smartphone-Brille “Eyewear” handelt. Dann wäre die Augmented Reality allerdings auf Audio beschränkt, denn die Technikbrille hat kein Display verbaut.

Über Sprachsteuerung und eine Berührungsfläche im Brillenbügel kann man das Smartphone in der Tasche fernsteuern. Die Brille soll diesen Sommer erscheinen.

Die zweite VR-spezifische Markenanmeldung könnte ein Nachfolgemodell sein von Huawei VR, einer VR-Brille, die mit dem Smartphone und dem PC läuft – allerdings ohne räumliche Erfassung.

Huaweis erste Smartphone-Brille hat kein Display verbaut. Dafür ist sie von einer normalen Sonnenbrille optisch kaum zu unterscheiden. Bild: Huawei

Huawei setzt auf XR

Dass Huawei neben Smartphones auf XR-Technologie setzt, wurde bei der Enthüllung des neuen Betriebssystems “Harmony OS” deutlich. Huawei zeigte eine Zeitleiste für die Fortentwicklung der Software, nach der ab 2020 “Head Units”, ab 2021 “Headsets” und ab 2022 VR-Brillen unterstützt werden sollen.

Das Unternehmen stellte außerdem das “Cyberverse” vor, ein Sammelbecken für diverse Augmented-Reality-Funktionen in der realen Welt wie visuelle Navigation. Die laufen zwar mit dem Smartphone, wären aber auf einer AR-Brille besser aufgehoben, da der Nutzer die Hände frei hätte.

Huawei stellte im Dezember 2016 den früheren Oculus-Chefwissenschaftler Steven M. LaValle als XR-Entwicklungsleiter ein. Der verließ das Unternehmen allerdings im September 2017 schon wieder.

Via: Let’s Go Digital

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