Eine Lichtfeldkamera zu bauen, ist schwieriger, als Facebook es sich vor mehr als zwei Jahren vorstellte.

Auf der Facebook-Entwicklerkonferenz F8 kündigte Facebook 2017 zwei VR-360-Kameras an, die Videos nicht nur in flachen 2D-Bildern, sondern räumlich einfangen sollten. Das Ergebnis wären volumetrische Filmszenen, in denen sich der Nutzer bewegen kann ähnlich wie in einem Videospiel.

Ein Jahr dauerte es, bis Facbeook sich an gleicher Stelle erneut zu den Kameras äußerte: Auf der F8 2018 gab das Unternehmen bekannt, dass für den Bau der Kamera der Kamerahersteller Red mit ins Boot geholt wurde.

Das Ergebnis dieser Kooperation wurde dann wenige Monate später auf der Oculus Connect 5 gezeigt: Die 360-Grad-Kugelkamera “Manifold” (siehe Titelbild). Das war im September 2018. Auch erste Demos gab es damals zu sehen.

Eine “außerordentlich einschüchternde” Aufgabe

Schon bei der Vorstellung der Manifold-Kamera hieß es, dass bis zur kommerziellen Verfügbarkeit “noch viel Arbeit” getan werden müsse. Auf der Connect 6 im September 2019 wurde das Kameraprojekt dann nicht weiter erwähnt. Und Facebooks Seite für 360-Grad-Projekte wurde seit fast einem Jahr nicht aktualisiert.

War es das also mit Manifold? Nicht ganz: Im Oculus-Blog veröffentlicht Facebook ein kleines Update zum Stand der Dinge. Dort heißt es, eine autarke 6DoF-Videokamera zu bauen, sei eine “außerordentlich einschüchternde” Aufgabe.

Zwar gibt es keine Neuigkeiten zur Kamera selbst, aber immerhin eine neue Software: Facebook veröffentlicht “FacebookDEP”, eine Open-Source-Software, die Tiefeninformationen in Videos rekonstruieren und die Echtzeitwiedergabe von VR-6DoF-Videos unterstützen soll.

Das Unternehmen spricht von einem komplett neuen Design-Ansatz samt Architektur für die Erstellung von 360-Grad-Tiefenvideos und hofft, dass die Ideen von Entwicklern, Kameraherstellern und Filmern aufgegriffen und weiterentwickelt werden.

Das folgende Video zeigt die Vorstellung der Manifold-Kamera auf der Oculus Connect 5 im September 2018. Die Kamera scheint weiter in Arbeit zu sein, zumindest äußert sich Facebook nicht gegensätzlich.

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