Autarke VR-Brillen wie HTCs Vive Focus oder Lenovos Mirage hinken den Highend-Brillen für PC und Konsole in puncto Rechenleistung und Interaktion hinterher. Jedoch gibt es einen Anwendungsfall, bei dem sie brillieren könnten: bei räumlich gefilmten Videos

In räumlich gefilmten Videos kann der Zuschauer anders als bei herkömmlichen 360-Grad-Videos die Perspektive in alle Dimensionen verschieben. Anstatt also nur den Kopf zu drehen, bewegt er sich durch ein Video hindurch. Das ist eine völlig neue Art, Bewegtbild zu erfahren.

Produziert werden solche Videos mit noch sehr teuren und speziell für diesen Zweck entwickelten Kamerasystemen in Kombination mit aufwendigen Renderverfahren. Bislang konnte sich keine Produktionsmethode als Standard durchsetzen – das Format ist noch sehr experimentell.

Auch an KI-basierten Lösungen wird gearbeitet: Künstliche Intelligenz soll die 3D-Informationen anhand einer 2D-Vorlage nachträglich berechnen. Sollte das gelingen, wäre es revolutionär, da so auch ältere Videos betreten werden könnten – so nahe war der Mensch der Zeitreise noch nie.

Sind 6DOF-Videos mit autarken VR-Brillen die Killer-App für Virtual Reality?

Autarke VR-Brillen wie Vive Focus oder Lenovos Mirage Solo sind wie gemacht für dieses spezielle Medienformat. Bei den in sich geschlossenen Systemen stören keine Kabel, die Handhabung ist selbst für Laien einfach und die Videos stellen keinen so hohen Anspruch an die Rechenleistung wie in Echtzeit gerenderte Szenen.

In Kombination mit Live-Streaming – beispielsweise von Konzerten und Sportveranstaltungen – könnten mit Raumvideos bespielte autarke VR-Brillen einmalige Erlebnisse ermöglichen, die keine andere Medientechnologie bieten …

Der MIXED.de XR-Podcast #178

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