Mit einem neuen Algorithmus möchte Adobe im Nachhinein sechs Freiheitsgrade in 360-Videos rendern. Damit das Verfahren greift, muss die 360-Kamera im Raum bewegt werden.

Der größte Nachteil von 360-Videos ist die fehlende Bewegung im Raum. Das Bild klebt wie eine Fototapete an der Innenseite der Brille, allein die Kopfdrehung ist möglich. Zahlreiche Unternehmen haben diesen Missstand erkannt und entwickeln Kameras, die neben flachen Bildern auch räumliche Informationen aufzeichnen können.

Adobe wählt den umgekehrten Weg und forscht an einer Lösung, die die Raumdaten im Nachhinein in flache 360-Videos rendert. Eine teure und technologisch aufwendige Spezialkamera wäre dann nicht mehr nötig. Selbst Laien könnten 360-Videos drehen, in denen der Zuschauer die Perspektive frei wählen kann. Für das Format wäre das ein großer Schritt.

Adobes Leiter der Forschungsabteilung Gavin Miller geht davon aus, dass zukünftig keine speziellen Kameras für volumetrische Videos benötigt werden. Fortschrittliche Algorithmen aus der Computer Vision sollen die Berechnungen nachträglich vornehmen können. “Wenn es eine Spezialkamera gibt, ist das nett – wenn nicht, ist es nicht das Ende der Welt”, sagt Miller der Webseite Variety.

Die Infografik beschreibt das Verfahren. Bild: Adobe

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