Facebooks Kameras für räumliche VR-Videos sind wie gehabt in Entwicklung. Jetzt holt sich das soziale Netzwerk die Hilfe des Kameraherstellers Red.

Auf der F8-Entwicklerkonferenz 2017 kündigte Facebook zwei neue VR-Kameras an. Die Besonderheit: Die kugelförmigen und mit bis zu 24 Linsen versehenen Kameras nehmen in Kombination mit einer Spezialsoftware sowohl ein 360-Grad-Video als auch Tiefeninformationen auf, also Daten über die 3D-Beschaffenheit der Umgebung.

Die Daten werden anschließend am Computer zusammengeführt und eine 3D-Szene aus ihnen rekonstruiert. So können begehbare Videos gefilmt werden.

Unter anderem arbeiten Intel, Adobe oder die VR-Streaming-Spezialisten von NextVR an solchen Aufnahmeverfahren, mit unterschiedlichen technischen Ansätzen.

Facebook und Red wollen Raumkamera für Profis entwickeln

Nach der Ankündigung der Surround-Kameras auf der F8 2017 passierte ein Jahr lang genau nichts, zumindest nicht nach außen. Jetzt, ein Jahr später auf der F8 2018, kommt wieder Bewegung in die Raumvideos: Facebook hat sich den erfahrenen Highend-Kamerahersteller Red zur Seite geholt.

Dieser soll die volumetrische Kameratechnologie in Zusammenarbeit mit dem Lichtfeld-Software-Unternehmen Otoy sowie Facebook-Ingenieuren zur Marktreife führen. Red baut die Kamera, Facebook und Otoy entwickeln die Software für die 3D-Tiefenschätzung.

Zielgruppe sind professionelle Filmemacher, ein praxistauglicher Arbeitsprozess soll daher ein zentraler Bestandteil der Kameraentwicklung sein. Die Unternehmen versprechen hochwertige 3D-Inhalte für Facebook und VR.

Ein Erscheinungsdatum oder der Preis sind nicht bekannt. Reds Kameraportfolio beginnt ab 5.000 US-Dollar und ist nach oben quasi offen – die Raumkamera dürfte ein teures Hightech-Produkt für große Filmstudios werden.

Das Beispielvideo unten soll die Leistung der Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen sowie Facebooks Tiefenerkennung veranschaulichen.


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