„Ernste Zeiten“ bei Meta: Geleaktes Memo nennt Metaverse-Prioritäten

„Ernste Zeiten“ bei Meta: Geleaktes Memo nennt Metaverse-Prioritäten

Ein internes Memo stimmt Meta-Angestellte auf „ernste Zeiten“ ein und enthüllt, welche Metaverse-Projekte Priorität haben.

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„Wir befinden uns in ernsten Zeiten und der Gegenwind ist heftig“, warnt Produktchef Chris Cox und deutet neue Sparmaßnahmen an. „Wir müssen fehlerfrei arbeiten in einem Umfeld mit langsamerem Wachstum, in welchem die Teams nicht mit einem riesigen Zustrom neuer Fachkräfte und Budgets rechnen sollten.“

In dem Memo, das The Verge in seiner vollen Länge veröffentlichte, geht es um die zweite Jahreshälfte. Es benennt sechs Schlüsselbereiche, in die Meta stärker investieren will: das Metaverse, Künstliche Intelligenz, Reels, Monetarisierung und neue Datenschutzerfordernisse.

Meta spart – auch beim Metaverse

Meta hat eine turbulente erste Jahreshälfte hinter sich. Die Aktie des Unternehmens brach seit Anfang Februar um mehr als 50 Prozent ein und befindet sich weiter im Fall.

Die Gründe sind ein verlangsamtes Nutzerwachstum, ein schwächelndes Anzeigengeschäft, teure Investitionen ins Metaverse, die sich erst in vielen Jahren oder gar nicht auszahlen könnten sowie negative makroökonomische Entwicklungen.

Im Mai kündigte Meta Sparmaßnahmen an, die auch Metaverse-Projekte betrafen: Das Unternehmen würde weniger Fachkräfte einstellen und Projekte mit niedriger Priorität einstellen. Dies betraf auch Hardware: Der kommerzielle Launch der ersten AR-Brille wurde ins Jahr 2026 verschoben und ein Smartwatch-Projekt eingestellt.

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Zweite Jahreshälfte: Diese Metaverse-Projekt sind wichtig

Das Memo benennt die Metaverse-Prioritäten der zweiten Jahreshälfte 2022: Avatare, die Metaverse-Plattform Horizon Worlds, Meta-Accounts und Project Cambria.

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Meta müsse die Avatar-Erfahrungen in der VR und über die eigenen Apps hinweg verbessern, während Horizon des Nutzerwachstums wegen in selbige integriert und über verschiedene Geräte hinweg verfügbar werden müsse.

Die Meta-Accounts bezeichnet Cox als „kritische Produktinfrastruktur“. Sie sollen über alle Apps und Reality-Labs-Geräte angeboten werden und „Metaverse-Kontinuität“ schaffen. Das im letzten Herbst angekündigte Vorhaben hört laut Memo auf den Namen „Project Simile“.

In puncto Hardware konzentriere sich das Unternehmen auf den erfolgreichen Launch des Highend-Headsets Cambria, das „unsere Mixed-Reality-Produktreihe für Prosumer und Industriekunden“ einführt. Der Marktstart soll laut eines früheren Berichts um den September herum stattfinden.

Quellen: The Verge