Das National Geographic Museum wird für seine immersive Ausstellung “Becoming Jane: The Evolution of Dr. Jane Goodall” mit dem “Excellence in Exhibition Award” ausgezeichnet. Was macht die Ausstellung so besonders?

„Becoming Jane“ setzte sich bei der Preisverleihung der American Alliance of Museums (AAM) gegen insgesamt 39 Mitbewerber aus den USA und Kanada durch. Die Teilnehmer reichten Ausstellungen aus den verschiedensten Bereichen ein: Von bildenden Künsten über Kindermuseen bis zu historischen Städten oder botanischen Gärten war beinahe alles dabei.

Die AAM würdigte mit dem Award die besonderen Leistungen des National Geographic Museums, das seine Ausstellung mit einer virtuellen Tour samt Hologrammen, 3D-Kino und AR-Elementen zum Leben erweckt.

Das erwartet Besucher in der Ausstellung über Dr. Jane Gooddall

Das National Geographic Museum widmet sich in der Ausstellung „Becoming Jane: The Evolution of Dr. Jane Goodall“ dem Leben und Wirken der renommierten Wissenschaftlerin Dr. Jane Goodall. Goodall ist vor allem bekannt für ihre bahnbrechenden Verhaltensforschungen über Schimpansen im Gombe-Stream-Nationalpark in Tansania.

Die Ausstellung nutzt verschiedene Storytelling-Elemente und ergänzt sie mit modernen Technologien. Den Anfang macht ein 4K-Film, der in einer Mischung aus historischem Bildmaterial und modernen CGI-Effekten das Leben von Jane Goodall porträtiert.

Teile von Goodalls Notizbüchern aus ihrer Zeit in Gombe werden in interaktiven Schauboxen ausgestellt. Die Bücher enthalten Skizzen von Schimpansen, die sie beispielsweise beim Schlafen in den Bäumen zeigen. Per Knopfdruck erwecken Besucher diese Zeichnungen zum Leben und es erscheinen animierte Hologramme über den Seiten des Buches.

Goodall-Hologramm und immersives 3D-Kino

Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist das 3D-Hologramm von Dr. Jane Goodall. Dabei wird eine ähnliche Projektions-Technik wie bei der Whitney Houston Hologramm-Tour verwendet. Goodall steht dabei in einem stimmungsvoll beleuchteten Raum und erzählt aus ihrem Leben.

In einem 3D-Kino sehen Besucher dann Bilder aus dem Gombe Steam National Park. Der Film fügt virtuelle Schimpansen in die mit speziellen 3D-Kameras aufgenommenen Bilder ein. Boden und Wände des Kinosaals werden als zusätzliche Leinwände genutzt, um ein stärkeres Mittendrin-Gefühl zu erzeugen. 7.1-Surround-Sound sorgt für eine realistische Audio-Kulisse.

Debüt der neuen AR-Brille “Falcon’s Vision”

Für die technische Umsetzung sind Neo Pangea und die Falcons Creative Group verantwortlich, die in der Ausstellung erstmals ihre hauseigene AR-Brille „Falcon’s Vision“ präsentieren. Sie lässt Besucher an verschiedenen Stationen der Aufstellung mit AR-Schimpansen interagieren und blendet nützliche Infotafeln über reale Ausstellungselemente ein.

Falcon’s Vision“ wurde speziell für standortbezogene AR-Erlebnisse in Museen, Zoos oder Aquarien konzipiert und verfügt über ein Sichtfeld von 55 Grad.

Becoming Jane“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Jane-Goodall-Institut konzipiert und läuft voraussichtlich bis zum 7. September 2020. Da das National Geographic Museum in Washington DC aufgrund der COVID-19-Beschränkungen derzeit geschlossen ist, könnte die Ausstellungsdauer aber entsprechend verlängert werden. Mehr Informationen und eine virtuelle Tour findet ihr auf National Geographic.

Titelbild: Falcons Creative Group

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