Die BBC produzierte in den vergangenen Jahren eine Reihe hochwertiger VR-Erfahrungen. Nun soll das eigene VR Hub geschlossen werden.

Dies kündigt der Sender im eigenen Blog an. Die Begründung: Das VR Hub habe über alle Genres hinweg mit dem Medium experimentiert und geholfen, Virtual Reality in den Mainstream zu bringen. Damit sieht BBC ihre Aufgabe offenbar erfüllt.

Das 2017 ins Leben gerufene VR-Produktionsteam schuf Erfahrungen wie 1943 Berlin Blitz (Test), Nothing to Be Written (Test) und Doctor Who: The Runaway (Test), die an zahlreichen Festivals gezeigt wurden und Preise gewannen.

In einem PDF-Dokument teilt die BBC Hintergründe und Erkenntnisse zu den VR-Produktionen, die besonders für VR-Geschichtenerzähler hilfreich sein dürften.

Die Wirkung, die Virtual Reality auf Menschen habe, lege nahe, dass VR-Erfahrungen eher oder besser im Gedächtnis abgespeichert würden als Erzeugnisse anderer Medien. Wer VR beherrsche, habe ein neues und mächtiges Werkzeug des Geschichtenerzählens an der Hand, schreibt die Leiterin des VR Hubs Zillah Watson.

Nicht das Ende von BBC VR

Trotz der baldigen Schließung soll noch ein letztes VR-Projekt des VR Hubs veröffentlicht werden: die VR-Serie “Missing Pictures”, die in Zusammenarbeit mit Arte und Atlas V produziert wird.

Darin erzählen bekannte Filmregisseure von nie realisierten Filmprojekten. Die VR-Erfahrung lässt die Originalvision dieser Filme für Virtual Reality aufleben. In der ersten Folge spricht der Regisseur Abel Ferrara (Bad Lieutenant, King of New York).

Die BBC hält dem Blogeintrag zufolge weiter nach Gelegenheiten Ausschau, VR-Projekte mit Publikumsinteresse umzusetzen. Der Sender produzierte ohnehin auch außerhalb des VR Hubs VR-Erfahrungen. Die Arbeit am vollwertigen Doctor-Who-Spiel The Edge of Time und der Magic-Leap-Erfahrung Micro Kingdoms: Senses soll unberührt von der Schließung des VR Hubs weitergeführt und abgeschlossen werden.

Titelbild: BBC / Immersive VR Education, Quelle: BBC Blog

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