Augmented Reality muss nicht zwingend visuell sein. Digitale Töne, Geräusche und Stimmen können ebenso die reale Umgebung überlagern und bereichern. Genau dieser Idee nahm sich der Audiospezialist Bose an und brachte im Mai die Audio-AR-Brille Frames auf den Markt. Mittlerweile gibt es erste Software für das Gerät.

Kabetec VR-Brille

Ein Beispiel ist das AR-Spiel “The Other” (Deutsch: Die Anderen), das von einem autoritären Überwachungsstaat in der Zukunft handelt. Im Zuge einer kulturellen Revolution durchstreifen gewaltbereite Banden die Straßen, um “Andersartige” und “Nicht-Konforme” zu fangen und, falls nötig, mit Gewalt auf Parteilinie zu bringen.

Als AR-Spieler schlüpft man in die Rolle eines “Anderen”, der, von einem Menschenschmuggler per Funk angewiesen, an den Häschern vorbei in Sicherheit gebracht werden soll.

Die Bose Frames hat in jedem Brillenbügel drei Minilautsprecher für räumliches Audio verbaut sowie Sensoren, die Kopfdrehungen sowie die Blickrichtung erfassen. Mit Hilfe dieser Daten und GPS kann die Brille verorten, wo der Spieler ungefähr steht und in welche Richtung er läuft.

So lotst das Spiel den Nutzer mittels einer 3D-Klanglandschaft und den Anweisungen des Schmugglers an zahlreichen virtuellen Gefahren vorbei durch eine simulierte Stadt. Das Smartphone kann derweil in der Hosentasche bleiben: Das Spiel nutzt lediglich Audio.

Audio als nächstes großes Interface

The Other wurde von Numinous entwickelt, den Machern des Indie-Kunstspiels That Dragon, Cancer und der VR-Erfahrung



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