AR-Kontaktlinse Mojo Vision: Japan soll Zukunftslinse bauen

AR-Kontaktlinse Mojo Vision: Japan soll Zukunftslinse bauen

Das Start-up Mojo Vision will den Traum der XR-Branche erfüllen: Eine digitale Kontaktlinse für 3D-Bilder. Auf diesem weiten Weg hat Mojo Vision jetzt einen neuen Begleiter gefunden.

2018 tauchte das AR-Start-up Mojo Vision wie aus dem Nichts auf und verkündete ein sattes Startkapital von Investoren über 50 Millionen US-Dollar. Nur wenige Monate später knackte das Tech-Start-up die 100-Millionen-Marke – zu diesem Zeitpunkt war der Öffentlichkeit noch gar nicht bekannt, woran Mojo arbeitet.

Mittlerweile liegt das Kapital von Investoren bei 159 Millionen US-Dollar und seit Anfang 2020 wissen wir, wofür: Mojo Vision entwickelt die erste smarte AR-Kontaktlinse, die, wenn man die Augen schließt, sogar VR können soll.

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Seit 2019 hat das Unternehmen eine erste im Auge tragbare Tech-Kontaktlinse mit monochromem Display und 5-Ghz-Funkeinheit als Prototyp am Start. Ein neuer, verbesserter Protoyp wurde im Januar 2020 hinter verschlossenen Türen gezeigt, war aber nicht im Auge tragbar, da er noch mit einer externen Batterie verkabelt werden musste.

In den nächsten fünf Jahren will Mojo Vision eine Tech-Linse für medizinische Zwecke im Einsatz haben. | Bild: Mojo Vision

Innerhalb der nächsten fünf Jahren will Mojo Vision eine Tech-Linse für medizinische Zwecke im Einsatz haben. | Bild: Mojo Vision

Mojo Vision findet starken Entwicklungspartner

Für die Konstruktion der Linse hat Mojo Vision jetzt einen neuen Partner gefunden: Menicon ist der größte und älteste Kontaktlinsenhersteller Japans, 70 Jahre ist der Konzern am Markt. Laut Mojo Vision ist Menicon außerdem der einzige Kontaktlinsenhersteller, der sämtliche Geschäftsbereiche abdecken kann – vom Material über das Design bis zur Pflege.

Bei der Kooperation hat Mencion folglich den Hut auf bei der Herstellung der Kontaktlinse, während Mojo Vision die Mikroelektronik beisteuert und Know-how bei deren Integration.

„Wir glauben, dass beide Unternehmen Fähigkeiten und Technologien zusammenbringen können, die die erfolgreiche Entwicklung eines wirklich bahnbrechenden Produkts unterstützen werden“, sagt Menicons Präsident Dr. Hidenari Tanaka.

Die Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen bezieht sich zunächst auf die reine Entwicklung, bei der im ersten Schritt Machbarkeitsstudien im Fokus stehen. Wenn diese erfolgreich verlaufen, sei ein Abkommen zum Vertrieb eines ersten Produkts möglich – damit wir dann eines Tages wie im folgenden Video die Straße überqueren können.

Über diese Partnerschaft hinaus spricht Mojo Vision laut eigenen Angaben mit den meisten großen Kontaktlinsenherstellern. Derzeit arbeiten mehr als 100 Angestellte an der Tech-Linsen-Zukunft.

Quelle & Titelbild: Mojo Vision

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