Wenn’s blöd läuft, dann läuft’s wie im Kurzfilm Sight.

Mit der kurzen Augmented-Reality-Dystopie “Sight” gelang den (damals noch) Studierenden Eran May-raz und Daniel Lazo 2012 ein Überraschungshit: Zu Hochzeiten des Google-Glass-Hypes skizzierten sie in ihrem Werk die möglichen Nachteile der digitalen Allgegenwärtigkeit mittels AR-Kontaktlinsen.

Wer Sight noch nicht kennt, sollte ihn flugs nachholen – er ist noch immer aktuell. Der Film wurde viele Millionen Mal abgerufen.

Wir spulen sieben Jahre vor: Augmented Reality ist im Mainstream angekommen. Zwar sind wir technisch noch immer weit von Sci-Fi-Linsen entfernt – nicht mal der Bau einer alltagstauglichen Datenbrille mag so richtig gelingen – aber schon die erweiterte Realität mit dem Smartphone verändert unsere Wirklichkeit: zum Beispiel durch digitalen Geschlechtertausch oder Blickkontaktfälschung.

Das ist der passende Zeitpunkt für eine neue, umfassendere Version ihres Originalwerks, finden die Filmer von damals – und entwickelten die Idee zu “Sight: Extended”.

Die Handlung: Der kontaktscheue Patrick ist seiner Sozialangst überdrüssig. Er startet ein KI-Programm, das ihn anleitet, seine Ängste zu überkommen und Lebensziele zu erreichen. Dafür macht die Software aus allen Alltagsaktivitäten ein Spiel. Das funktioniert soweit auch gut – allerdings wird’s schwierig für Patrick, als das System ausfällt.

Der neue Sight-Film soll eine Spielzeit von rund 35 Minuten bieten. Da die beiden Direktoren die Rechte nicht verkaufen wollen, versuchen sie die Finanzierung des Projekts per Kickstarterkampagne. Rund 18 Euro kostet der Film, im August 2020 soll die Produktion abgeschlossen sein.

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